Abwehr und Angriff zu schwach
JEVER – Es war definitiv nicht der Tag der HG: Am vergangenen Sonnabend haben die Jeveraner und Schortenser in der Landesliga mit 23:29 (11:17) gegen den TV Dinklage verloren. Die Gäste reisten als Zweiter in die Sporthalle an der Jahnstraße und wurden ihrer Favoritenrolle von Beginn an gerecht. Doch HGTrainer Axel Wolf zeigte sich nach dem Spiel sehr unzufrieden mit seiner Mannschaft und brachte die Leistung wie folgt auf den Punkt: „Schlechte Abwehr, schlechter Angriff“. Schon der Start in die Begegnung verhieß nichts Gutes, denn den ersten beiden Gegentreffern gingen technische Fehler voraus. Nach zwischenzeitlicher 5:4-Führung (11. Minute) nahm der TVD das Spielgeschehen in die eigenen Hände und zog auf 10:5 davon (18. Minute). Wolf musste reagieren. „Wir wussten, dass wir keine Fehler machen dürfen. Leider haben wir sie gemacht und dem Gegner viel zu einfache Tore ermöglicht“, bemängelte der Coach. Er reagierte auf den nicht funktionierenden Rückraum und stellte die Formation um: Der schwache Sebastian Keib im linken Rückraum wurde durch Christian Wolf ersetzt – Eike Schanko rückte auf die Mitte und Jan Bergmann an den Kreis. Mit der Umstellung verbesserte sich das Spiel ein wenig, doch auch danach blieb die Ausbeute mager: Das Herzstück Keib/Marvin Oschmann kam bis Spielende nur auf drei Tore. Während des Spiels kristallisierten sich noch weitere Schwierigkeiten heraus: Der durch eine Erkältung angeschlagene Torben Schoster war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und musste immer wieder auf die Bank. Zudem zeigte die Wolf-Sieben Schwächen in der Moral. „Ich finde es sehr schade, dass sich die Spieler schon während der zweiten Hälfte mit der Heimniederlage abgefunden haben“, kritisierte Axel Wolf. Letztlich hat das Gesamtpaket des TV Dinklage gewonnen: im Angriff einfache Tore erzielt und in der Defensive, mit guter Torwartleistung, kompakt gestanden. Nach der Niederlage nahm der Übungsleiter seine Mannschaft in die Pflicht. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Und wer unten steht, der muss mehr im Training tun. Das bekommen die Jungs zu spüren“, sagte Wolf.