Auch im Rückspiel eine klare Sache
JEVER/SCHORTENS. (sv) Von der ersten bis zur letzten Spielminute geführt, dennoch gab es im Spiel der Landesklassen-Handballerinnen der HG Jever/Schortens gegen den Nachbarn Wilhelmshavener HV eine große Aufregung: Die Unparteiischen zeigten HG-Trainer David Onnen in der 56. Minute nicht nur die Rote Karte, sondern kündigten einen Bericht an. Durch diese Maßnahme geriet das HG-Abwehrgefüge in den letzten Minuten des Spiels durcheinander. Die Folge waren noch drei Gegentore zum 23:18-Endstand.
Die Friesländerinnen legten einen Bilderbuchstart hin. Nach fünf Minuten führten sie mit 5:0. Laura Siebels (3) und Marie Bergin (2) nutzten die Unsicherheiten in der Gästeabwehr konsequent aus. Bis zur 15. Minute (8:2) sah es nach einem erneuten Kantersieg aus. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit verkürzten die Jadestädterinnen in Überzahl auf 7:12. Auch den zweiten Durchgang begannen die Gastgeberinnen schwungvoll. Patricia Henning, Anneke Oevermann und Laura Siebels erhöhten auf 15:7 (33.). Ann-Christin Rieks schaffte in der 41. Minute mit dem Treffer zum 19:9 erstmals eine Zehn-Tore-Differenz. Dieser Abstand hatte auch noch zehn Minuten später Bestand. Die Jadestädterinnen, die ohne Trainer Gerold Eden und ohne Co-Trainer Ruben Eden antraten, nutzten den Rest der Spielzeit, um Ergebniskosmetik zu betreiben. Erst Katharina Bährens beendete die Flaute bei den Onnen-Schützlingen zwei Sekunden vor dem Spielende mit dem Treffer zum 23:18.
Bei der HG Jever/Schortens wird die Entscheidung des Spielleiters zur Roten Karte gegen Trainer David Onnen abgewartet. Danach soll entschieden werden, ob das Sportgericht angerufen wird.