Auswärts seit 315 Tagen ohne Punkt

Friesländer tanken zuletzt neues Selbstvertrauen. Einsätze von Eike Schanko und Ben Laurinat sind fraglich. VON JENS SCHIPPER

JEVER/SCHORTENS – Lang ist es her, dass die Landesliga- Handballer der HG Jever/Schortens auswärts gepunktet haben. Es ist genau 315 Tage her, dass Anfang Mai des vergangenes Jahres das letzte Auswärtsspiel der Saison 2015/16 bei der HSG Wilhelmshaven mit 31:25 gewonnen wurde. Seit dem warten die Friesländer auf einen Punktgewinn in der Ferne. Die ernüchternde Bilanz der laufenden Saison: neun Spiele, neun Niederlagen. Sein zehntes Auswärtsspiel absolviert das Team von Axel Wolf heute ab 16.30 Uhr beim TV Dinklage, dem Tabellendritten der Landesliga. Die Rollen sind somit klar verteilt, doch die zuletzt gezeigten Leistungen machen Mut, dass der anhaltende Auswärtsfluch vielleicht heute ein Ende hat.

Dietmar de Vries, Co-Trainer der HG Jever/Schortens, ist zumindest zuversichtlich. „Die Jungs haben durch die Heimerfolge über Cloppenburg und Bissendorf neues Selbstvertrauen getankt“, erklärt de Vries, der heute in Dinklage auf die zuletzt stabilen Leistungen seiner Abwehr baut. „Diese Leistung gilt es nun auch auswärts zu bestätigten“, fordert der Co-Trainer.

Er weiß aber auch, dass seine Schützlinge beim Tabellendritten klarer Außenseiter sind. „Dinklage ist für uns sicherlich kein Maßstab. Aber wir fahren nicht dahin, um das Spiel kampflos abzuschenken“, gibt de Vries vor.

Mit Blick auf den Kader stehen im Kader der HG Jever/Schortens stehen einige Spieler noch auf der Kippe. Fraglich sind Abwehrchef Eike Schanko und Rechtsaußen Ben Laurinat. Bei Schanko wird es sich erst kurzfristig entscheiden, ob er aufgrund beruflicher Verpflichtungen in Dinklage mit von der Partie sein wird. „Sollte Eike Schanko es nicht schaffen, werden mit Sebastian Keib im Mittelblock agieren“, verrät Dietmar de Vries. Rechtzeitig vor Ort wird dagegen Laurinat sein, ob er aber aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung spielen kann, wird sich wohl erst beim Aufwärmen zeigen.

Den TV Dinklage hat der Co-Trainer indes als spielstarken Gegner in Erinnerung. „Das ist eine junge Truppe, die uns im Heimspiel mit sechs Toren bezwungen hat. Dabei haben sie sehr viel Druck auf die unsere Abwehr ausgeübt“, berichtet de Vries. Die Anzahl an technischen Fehlern im Angriff gilt es darüber hinaus klein zu halten. „Ansonsten wird es schwierig“, erklärt der Co-Trainer und verweist in diesem Zusammenhang auch auf die schnellen und erfolgreichen Tempogegenstöße der Dinklager im Hinspiel. „Diese gilt es zu verhindern. Dann haben wir sicherlich eine Chance“, gibt sich de Vries auch nach 315 Tagen ohne jeden Auswärtspunkt kämpferisch.

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