Bittere Niederlage für HG-Frauenteam

JEVER/SCHORTENS. (sv) Zum Abschluss des Spieltages am Samstag in der Sporthalle an der Jahnstraße in Jever haben die Zuschauer nochmals eine spannende Partie mit einem bitteren Ausgang für die gastgebende Frauen-Handball-Landesklassenmannschaft der HG Jever/Schortens erlebt: Sie unterlag der HSG Hude/Falkenburg II mit 27:28 Toren und trauerte dabei den fünf nicht verwerteten Strafwürfen nach.

Beide Mannschaften unterstrichen in dieser Partie, dass sie zu den stärkeren Teams der Landesklasse gehören. Allerdings wird HG-Trainer David Onnen für die nächsten Trainingseinheiten ein spezielles Strafwurftraining vorsehen müssen, damit in Zukunft derartige Chancen besser genutzt werden. Der Gegner HSG Hude/Falkenburg verwandelte alle zugesprochenen Siebenmeter hingegen konsequent. Die HG-Niederlage aber allein an den ausgelassenen Strafwurfchancen festzumachen, würde dem spannenden Spiel nicht gerecht werden. Die Gastgeberinnen fanden nach einer Viertelstunde besser in die Partie, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Siebenmeter nicht im HSG-Tor unterbrachten. Nach dem 2:0 (1.) und dem 4:5-Rückstand (11.) wurden die Onnen-Schützlinge spielerisch besser. Sie setzten sich auf 8:5 (17., Bretschneider) ab und gingen nach dem 13:13-Zwischenstand (26.) bis zum Seitenwechsel mit 16:13 Toren in Führung. Marissa Lambrecht, Laura Siebels und Anneke Oevermann ließen einmal mehr ihre Spielstärke aufblitzen.

Nach der Pause bremsten die Gäste zweimal die Angriffe der HG regelwidrig. Zeitstrafen und Strafwürfe waren die Folge. Diese Siebenmeter wurden in einer spielentscheidenden Phase nicht verwertet. Dadurch konnten sich die Gastgeberinnen nicht vorzeitig absetzen. Die HSG-Reserve kämpfte sich ins Spiel zurück und glich in der 38. Minute zum 19:19 aus. Zeitstrafen und Strafwürfe auf beiden Seiten verhängten die Unparteiischen in den nächsten Spielminuten. Als die Friesländerinnen in doppelter Unterzahl spielen mussten, gingen die HSG-Spielerinnen mit 23:22 in Führung (49.).

Bis zur 56. Minute legten die Gäste stets einen Treffer vor, die HG-Spielerinnen glichen wieder aus. Beim 27:27 und Ballbesitz für die Gastgeberinnen versuchte Trainer David Onnen in einer Auszeit den Spielzug, der die Wende bringen sollte, zu vermitteln. Dieser Schachzug gelang nicht. Vielmehr gingen die Gäste 58 Sekunden vor dem Spielende erneut in Führung. Der erneute Ausgleich wurde durch einen technischen Fehler verpasst, sodass am Ende die Gäste über einen glücklichen 28:27-Sieg jubelten.

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