Bittere Pleite für HG im Kellerduell
Zehn Treffer von Tim Arends und je fünf Tore von Nicolas Beck und Tarek Redler reichen nicht aus.
JEVER. (SV) Das war bitter: Die Landesklassen-Handballer der HG Jever/Schortens haben gegen den Tabellennachbarn VfL Oldenburg in der Anfangsphase stark aufgetrumpft, dann aber nach und nach ihre zunächst deutliche 8:1-Führung durch technische Fehler eingebüßt. In der Schlussphase nutzten die Oldenburger ihre Chancen dann konsequenter, sodass sie die Partie noch mit 28:26 gewannen.
Die Gastgeber begannen hochkonzentriert und erfolgreich. Tim Arends verwandelte in der 13. Minute einen Strafwurf zur 8:1-Führung. Nach einer Auszeit der Gäste wandelte sich aber das Bild auf dem Parkett. Die Huntestädter nutzten die technischen Fehler der Gastgeber mehr und mehr. Beim Stand von 14:9 forderte HG-Coach Michael Schmidt seine Schützlinge auf, die abgesprochene Linie wieder zu verfolgen. Bis zum Seitenwechsel retteten die Gastgeber eine 17:13-Führung.
Bis Mitte der zweiten Halbzeit hielt der knappe Vorsprung. Als die Gäste in der 45. Minute erstmals den Ausgleich (22:22) schafften, unterbrach Coach Schmidt abermals das Spiel. In der Auszeit gab es einige klare Ansagen. Dennoch legten jetzt die VfL-Spieler einen Treffer vor, sodass die Schmidt-Schützlinge stark gefordert waren. Bis zum 25:25 durch Tim Arends gelang dies auch noch. Als dann im Angriff wieder Abspielfehler auftraten, setzten sich die Oldenburger auf 27:25 (57.) ab. In Unterzahl erhöhten sie auf 28:25, sodass der letzte Treffer von Nicolas Beck keine Wirkung mehr zeigte.
Bei den Hausherren ragte einmal mehr Tim Arends als Haupttorschütze heraus. Seine zehn Treffer waren neben den Toren der A-Jugendlichen Nicolas Beck und Tarek Redler (je 5) aber nicht ausreichend, um die Mängel im Angriffsspiel zu kompensieren. Zahlreiche Aktionen verpufften vor der VfL-Deckung, weil die Bälle nicht zu den Adressaten gelangten. Durch diese erneute Niederlage rangieren die Schmidt-Schützlinge weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz.