Chance zur Revanche in Jever
Im Falle einer Niederlage wa?re Jever/Schortens so gut wie abgestiegen. Im Hinspiel gewannen die Bremer denkbar knapp.
VON GORDON PA?SCHEL
JEVER/SCHORTENS – Vier Wochen Pause hatten die Oberliga-Handballer der HG Jever/ Schortens, um sich auf den finalen Schlussspurt im Abstiegskampf vorzubereiten. Rein rechnerisch hat sich fu?r den Tabellenvorletzten wa?hrend seiner spielfreien Zeit wenig an der Ausgangssituation gea?ndert. Wenn die HG auch in der kommenden Saison viertklassig bleiben mo?chte, beno?tigt sie aus ihren verbleibenden fu?nf Begegnungen mindestens sechs Punkte – immer vorausgesetzt, dass die beiden vor ihr liegenden Teams ihrerseits nicht mehr gewinnen. Einer der letzten beiden verbliebenen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ist heute zu Gast in Jever. Mit einem Sieg gegen den Tabellenelften SV Grambke-Oslebshausen wa?re die HG weiter im Rennen. Verliert sie dagegen das Heimspiel (18 Uhr, Sporthalle an der Jahnstraße), na?hern sich die Chancen fu?r ein weiteres Jahr in der Oberliga dem Nullpunkt. „Ich mo?chte nicht sehen, dass Grambke ausgerechnet in unserer Halle den Klassenerhalt feiert“, gibt sich HGTrainer Hero Dirks vor dem entscheidenden Duell grimmig. Von seinen Spielern erwarte er daher, dass sie „aggressiv und mit einer gesunden Ha?rte“ zu Werke gehen. Motivation verspricht er sich zudem aus den Erinnerungen an die Hinrunde. Es gebe da schließlich noch etwas gerade zu ru?cken, sagt er mit Blick auf die knappe Niederlage der HG im Herbst in Bremen. Das 17:18 in den Schlussminuten war einer der bittersten Momente in dieser Saison. „Mit dem Sieg in Grambke, wa?ren wir heute in einer ganz anderen Situation“, weiß Dirks angesichts des knappen Ru?ckstands der HG auf einen Nichtabstiegsplatz in der Tabelle. Wie schon im Hinspiel du?rfte sich auch die Ru?ckrundenpartie auf einer Schlu?sselposition entscheiden. Denn im rechten Ru?ckraum des SVGO agiert mit Nils Zittlosen einer der herausragenden Schu?tzen der Liga. 127 Mal traf der Linksha?nder bereits in dieser Saison. Acht Tore und damit fast die Ha?lfte aller Treffer fu?r sein Team steuerte er im Spiel gegen die HG bei. Um ihn in den Griff zu kriegen, setzt Hero Dirks auf eine Abwehr der „schnellen Beine“. „Wir mu?ssen versuchen, U?berzahlsituationen auf unserer linken Seite herzustellen“, sagt er. Eine Sonderbewachung werde es nicht geben. „Keine Experimente“, sagt Dirks. Stattdessen vertraut er auf die eingespielte 6:0-Formation. Erstmals wieder zur Verfu?gung steht nach seinem Muskelfaserriss Markus Kuhnt. Der Linksha?nder im Ru?ckraum der HG war vor zwei Wochen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ihm fehlt zwar noch die Spritzigkeit, aber er soll mo?glichst große Spielanteile bekommen, ku?ndigt sein Coach an. Mit dem verletzten Tim Jost (Patellaspitzensyndrom) und Routinier So?ren Krebst (private Gru?nde) fallen auf Seiten der HG heute Abend lediglich zwei Akteure aus. Dagegen stehen die A-Jugendlichen Henning Cassens, Dennis Siebels sowie Torwart Thorsten Janssen und auch der erfahrene Linksaußen Torben Schoster erneut im Aufgebot. Mit ihnen ero?ffnen sich der HG ausreichend Variationsmo?glichkeiten, um Grambke in eigener Halle das Leben schwer zu machen und Revanche fu?r die Schmach aus dem Hinspiel zu nehmen.