Ein Schritt in Richtung Klassenerhalt
HG gewinnt ohne Cassens und Busalski mit 31:28. Nach 20 Minuten wurde der Schalter umgelegt. VON KATHRIN KRAFT JEVER – Frenetisch klatschende Zuschauer, jubelnde HGSpieler und ein zufrieden dreinblickender Jaroslaw Frackowiak – solche Bilder hat die Jahnsporthalle in Jever in dieser Saison nicht allzu oft gesehen. Am Sonnabend aber haben die Verbandsliga- Handballer der HG Jever/ Schortens einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht, als sie den SV Beckdorf II mit 31:28 besiegten. Parallel gewann nämlich auch der in der Tabelle einen Platz vor der HG stehende TV Langen. Mit halbstündiger Verspätung wurde die Partie gegen Beckdorf angepfiffen. Im vorangegangenen Spiel der dritten HG-Frauenmannschaft hatte es eine schwere Verletzung gegeben, die zu dieser Verzögerung führte. Die Gäste aus dem Landkreis Stade starteten besser in die Partie, während HG-Trainer Frackowiak bei seiner Aufstellung improvisieren musste. Sören Krebst als Mittelmann gestaltete das Spiel im Rückraum gemeinsam mit Sebastian Keib und Dennis Siebels, Marc Bergers und Ben Laurinat besetzten die Außenpositionen. Rückraum-Shooter Henning Cassens unterstütze sein Team mit Gipsarm von der Bank aus, Finn Busalski war gar nicht in der Halle. Bis zur 20. Minute machte Frackowiak sich ein Bild vom Spiel seiner Mannschaft, dann nahm er beim Stand von 7:11 eine Auszeit – und die schlug ein. Fortan war die HG das tonangebende Team, aus dem 7:11 war innerhalb von sechs Minuten eine 13:12-Führung geworden. Und die sollten die Handballer aus Jever und Schortens für den Rest des Spiels auch nicht mehr aus der Hand geben. Immer wieder gelang es der HG im Offensivspiel nun, den Deckungsverbund der Beckdorfer so auseinander zu ziehen, dass der Passweg zu Kreisläufer Jan Bergmann frei war. Dieser bedankte sich mit sechs Toren und hätte auch noch öfter treffen können. Vergebene Tempogegenstöße verhinderten eine höhere Ausbeute. Die Gastgeber zogen zwischenzeitlich dennoch auf vier Tore weg, denn die Zusammenarbeit von Abwehr und dem gut aufgelegten Thomas Hilbinger im HG-Tor funktionierte ebenfalls. Spannend wurde es gegen Ende aber doch noch einmal. Unnötige Fehler im Angriff sorgten innerhalb von einer Minute für zwei Tempogegenstöße der Beckdorfer, und schon war aus dem 27:24 ein doch knappes 27:26 geworden. Als Sebastian Keib nach dem 28:27 noch eine Zweiminuten- Strafe kassierte, sah so mancher Zuschauer den Sieg schon wieder verspielt. Aber die HG steckte nicht auf und kam zum verdienten und umjubelten 31:28-Erfolg. Bild 1: Sebastian Pudelko hat Grund zum Jubeln: Seine drei Treffer halfen beim 31:28-Erfolg. BILD: KATHRIN KRAFT Bild 2: Die Anspiele zu Kreisläufer Jan Bergmann (am Ball) funktionierten gegen Beckdorf zumeist gut. BILD: KATHRIN KRAFT