Erste Welle überrollt HSG Wilhelmshaven
Tempogegensto?ße legten fru?h den Grundstein zum Sieg. Jan Bergmann war mit neun Toren Spieler des Tages.
VON GORDON PA?SCHEL
SCHORTENS – Aufatmen bei den Oberliga-Handballern der HG Jever/Schortens: Mit einem ungefa?hrdeten 22:15 u?ber den Letzten HSG Wilhelmshaven wahrte das Team von Andreas Jakumeit gestern seine Chance auf den Klassenerhalt. 350 Zuschauer in der Sporthalle an der Beethovenstraße sahen eine von beiden Seiten energisch gefu?hrte, aber insgesamt niveauarme Partie, in der die Gastgeber fru?h die Weichen auf Sieg stellten. Mann des Spiels war HG-Kreisla?ufer Jan Bergmann, der mit neun Treffern großen Anteil am Erfolg seines Teams hatte. Die HSG aus Wilhelmshaven kam dagegen in Halbzeit zwei nicht u?ber sechs Tore hinaus und muss mit dieser erneuten Niederlage wohl endgu?ltig ihre Hoffnungen auf einen Ligaverbleib begraben.
Wie leicht es die Jadesta?dter der HG mitunter machten, zeigte sich vor allem zu Beginn. Alleine sechs der ersten sieben HG-Treffer fielen per Tempogegenstoß. Das Strickmuster war jedes Mal das Gleiche. Im Tor fing der gut aufgelegte Thomas Hilbinger die harmlosen Wu?rfe seiner Gegner ab und bediente pra?zise seine Vorderleute, die blitzschnell schalteten und die HSG-Abwehr fo?rmlich u?berrollten. „Wir wussten, dass die HG eine gute erste Welle spielt. Aber wir konnten den Schalter einfach nicht umlegen“, kommentierte der Ex-Jeveraner in Diensten der HSG, Manuel Euler, entta?uscht (siehe auch Stimmen zum Spiel).
U?ber 4:1 (6. Minute) und 5:3 (14.) zogen die Gastgeber so auf 7:3 davon (17.). Viele Wechsel und Flu?chtigkeitsfehler auf Seiten der HG machten die Partie aber zwischenzeitlich noch einmal spannend. Angefu?hrt vom fru?heren Zweitligaspieler Andreas Staszewski, der sieben der 15 HSG-Tore warf, kamen die Ga?ste noch ein letztes Mal zum Ausgleich. In der 22. Minute war es Marcel Muschik, der das zwischenzeitliche 7:7 erzielte. Bis zur Pause erspielte sich die HG jedoch eine knappe Fu?hrung (11:9), die sie fortan hielt und in Durchgang zwei dann nach holprigem Start kontinuierlich ausbaute.
Zuna?chst musste Jakumeit zittern. Bis zur 45. Minute hielt sich die HSG hartna?ckig im Spiel. Zwar fu?hrte Jever/ Schortens nach Treffern von Jan Bergmann und Jan Harms in der 41. Minute bereits wieder mit drei Toren Vorsprung (14:11), doch Tim Winterhalder und Mirko Neunzig verku?rzten auf 14:13 (44.). Erst eine Serie von sechs HG-Toren in Folge sorgte endgu?ltig fu?r die Entscheidung.
Ob Kapita?n Oliver Krause per Siebenmeter, Bergmann mit einem seiner schno?rkello-
sen Abschlu?sse oder die eingewechselten Manuel Gebbert und Henning Cassens – alle profitierten von immer sta?rker abbauenden Ga?sten, die kaum noch Gegenwehr leisteten. Die HG verbuchte so letztlich problemlos zwei wertvolle Punkte im Kellerduell. Mit einem weiteren Sieg am kommenden Wochenende gegen HSG Nordhorn II (Sonnabend, 18 Uhr, Jahnstraße) hat sie damit die Chance, die Abstiegsra?nge nach la?ngerer Zeit wieder zu verlassen.
HG Jever/Schortens HSG Wilhelmshaven 22:15 ( 11:9 )
HG Jever/Schortens: Hilbinger (1.60.) und Breves (1 Siebenmeter) im Tor; Meyer, Graalfs (2), Cassens(1), Gebbert (1), Krause (3), Harms (2), Kuhnt (1), Bolz (1), Bergmann (9), Krebst, Jost (2), Tammen (n.e.). HSG Wilhelmshaven: Wittke (1.-60.) im Tor; Maaß (1), Muschik (1), Rosteck (1), Winterhalder (1), Link (1), Staszewski (7), Neunzig, Schweigart, Deeken (1), Euler (2), Schulz. Siebenmeter: HG 6/4; HSG 3/3. Zeitstrafen: : HG: 5 (Krebst, Gebbert, Graalfs und zweimal Harms); HSG: 4 (Muschik, Link, Staszewski, Deeken).
Schiedsrichter: Christoph Mathussek / Andreas Gast (TV 01 Bohmte). Zuschauer: 350.