Euphorie ist endlich zurück bei der HSG

Gästetrainer bescheinigte den Varelern einen verdienten Sieg. 500 Zuschauer waren in der Halle.
ALTJüHRDEN/SV – In den letzten Minuten des Drittliga-Handballspiels zwischen der HSG Varel-Friesland und dem Tabellenzweiten Leichlinger TV herrschte in der ManfredSchmidt-Sporthalle in Altjührden eine Stimmung wie zu besten Handballzeiten. Die Gastgeber setzten zum Schlussspurt an, der dank der Tore von Vaidas Dilkas und Niels Bötel den 34:32-Sieg vollendete. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die etwa 500 Zuschauer eine spannende und abwechslungsreiche Partie gesehen. Der HSG gelang damit nicht nur ein glänzender Start in die Rückrunde, sondern auch die Revanche für die knappe 27:29-Hinspielniederlage. „Letztendlich ist der Vareler Sieg verdient“, lautete die Bilanz von Gästetrainer Frank Lorenzet nach dem Spiel. Seine Mannschaft habe es beim Stand von 26:23 versäumt, cleverer zu agieren. HSG-Trainer Andrzej Staszewski freute sich sehr über die ersten Rückrundenpunkte. Er sprach von einem emotionalen, kämpferischen Spiel und dankte den Zuschauern für die tolle Unterstützung. Die HSG-Verantwortlichen hoffen nun, dass die Besucherzahlen weiter nach oben gehen.
Packende Duelle prägten das Spitzenspiel in Altjührden, das allerdings zunächst von der Abschlussschwäche der Gäste geprägt war. Dadurch führte die HSG nach sieben Minuten durch die Tore von Helge Janßen, Marek Mikeci (2), Dilkas (2) und Bötel (Strafwurf ) mit 6:2-Toren. Beim Stand von 9:4 nahm Gästetrainer Frank Lorenzet eine Auszeit. Die Leichlinger spielten anschließend konzentrierter,
waren entschlossener im Abschluss und plötzlich auch treffsicherer. In der 21. Minute erzielt der achtfache LTV-Torschütze Artur Giela den 11:11Ausgleich. Maik Pallach schafft danach die 12:11-Führung. Das Spiel nahm jetzt richtig Fahrt auf. Die Vareler stemmten sich gegen die Wende und schafften trotz eines verworfenen Strafwurfes (27. Bötel) kurz vor dem Halbzeitpfiff durch Janßen die 15:14-Führung.
Die ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn fesselten die Zuschauer, weil auf beiden Seiten um die Führung gekämpft wurde. Das 20:20 in der 39. Minute durch den bis dahin glücklose Neu-Nationalspieler Lukas Kalafut brachte keine Entspannung. Die Vareler schwächelten, die Gäste zogen auf 26:23 davon. Erst als die Friesländer den schnellen Giela in den Griff bekamen und LTV-Haupttorschütze Jens-Peter Reinarz in der 47. Minute auf die Strafbank musste, drehten die Vareler den Spieß um: Kalafut, Bötel und Mikeci glichen zum 26:26 (49.) aus. Die Gäste behielten bis zum 28:27 (51.) die Nase vorn. In der 50. Minuten schickten die Unparteiischen Bötel sowie die Gästespieler Bastian Munkel und David Kreckler auf die Strafbank. Kalafut per Strafwurf und ein Doppelschlag durch
Thore Linda brachten die Hausherren mit 29:28 in Führung. Der nächste Dop-
pelschlag durch Kalafut führte zur 31:28-Führung. Als Reinarz nach einem verworfenen Siebenmeter aufdrehte und zwei Feldtore erzielte, kamen die Gäste 80 Sekunden vor dem Spielende auf 31:32heran. Doch Dilkas und Bötel sorgten für den 34:31-Zwischenstand, den der Leichlinger Felix Janssen durch seinen letzten Treffer zum 34:32-Endstand machte.

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