Geschlossen zum Sieg
Partie gegen das Schlusslicht Hatten-Sandkrug II gestaltet sich anfangs schwieriger als erwartet. VON HELENA KREIENSIEK
JEVER – Was seit Wochen vermisst wurde, war am Samstag endlich wieder zu sehen. Als regelrechtes Bollwerk präsentierten sich die Landesliga- Handballer der HG Jever/Schortens beim 28:21-Erfolg, während sich der TSG Hatten- Sandkrug II an Torwart Torsten Janssen die Zähne ausbiss.
„Ich habe heute endlich wieder die Geschlossenheit gesehen, die ich in den letzten Wochen so schmerzlich vermisst habe“, freute sich HGTrainer Axel Wolf. Insbesondere Aushilfsspieler Kai Behrend übernahm bei der Partie gegen die TSG Hatten-Sandkrug II eine zentrale Rolle. Aggressiv im Angriff sowie in der Verteidigung, forderte der Führungsspieler immer wieder vollen Einsatz von seinen Teamkollegen, die diesen nach einer schwächelnden Anfangsphase endlich erbrachten. Eine Wandlung, die auch das Publikum ansteckte, das in der zweiten Hälfte ebenfalls aufzuwachen schien und lautstark anfeuerte. Nach einem nervenaufreibendem hin und her in der ersten halben Stunde, schaffte es die HG Jever/Schortens schließlich, sich abzusetzen. Während zur Halbzeit der Zwischenstand noch bei einem knappen 13:11 lag, siegte die HG zum Schluss mit einem deutlichen 28:21. „Es hat sich wieder bewiesen, dass es für die Mannschaft eine deutliche Stärkung ist, wenn wir sie mit Spielern aus der Zweiten aufstocken“, kommentierte Axel Wolf im Anschluss.
Nichts weniger als ein Sieg war im Vorfeld gefordert worden, die Erleichterung darüber, dass dieser auch geliefert werden konnte, war den Spielern im Anschluss in den Gesichtern abzulesen. „Heute hat einfach die Mannschaftseinstellung gestimmt“, sagte Wolf. Eine wichtige Voraussetzung für den Sieg, die beim nächsten Spiel gegen Eiken nicht fehlen dürfe, fordert Axel Wolf.
TRAINERSTIMME
Axel Wolf (HG Jever/Schortens) „Hatten-Sandkrug II war überraschend stark, die Mannschaft hat nicht wie ein Tabellenletzter gespielt. Deshalb habe ich nur wenig ausgewechselt, um den Spielfluss nicht zu stören. Schön war, dass sich die Gegner in der zweiten Halbzeit sehr stark auf Kai Behrend konzentriert haben, wodurch Freiräume für andere Spieler wie Dennis Siebels entstanden sind.“