Heimstärke keine Selbstverständlichkeit

Gäste der Friesländer seit fünf Spielen ohne Punktgewinn. Hilfe aus der ersten Mannschaft unwahrscheinlich. VON KATHRIN KRAFT JEVER/SCHORTENS – Ein Blick auf die Tabelle und Statistik der Handball-Verbandsliga Nordsee sagt: Alles kein Problem für die HG Jever/Schortens. Ein Gespräch mit Trainer Hero Dirks bringt da schon dezentere Töne. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass die zu Hause bislang ungeschlagene HG in der Jahnhalle 14-tägig eine tolle Leistung abliefert und die Gegner reihenweise wieder nach Hause schickt. Aber ungelegen käme es dem Coach auch nicht, wenn die Anzeigentafel am Ende des Tages einen Sieg gegen die HSG Nordhorn II anzeigen würde. Anpfiff in der Sporthalle an der Jahnstraße ist heute Nachmittag bereits eine Stunde früher als gewohnt, nämlich schon um 17 Uhr. Um den Abstand zu den vier Mannschaften am Tabellenende vergrößern zu können, ist ein Sieg der Friesländer Pflicht. Und tatsächlich stehen die Chancen auf den fünften Erfolg in eigener Halle ziemlich gut. Die HSG Nordhorn II hat bislang erst zwei Siege zu verzeichnen, diese gab es an den Spieltagen zwei und drei. Seitdem fiel der heutige Gegner lediglich durch eine Niederlagenserie auf, die nicht selten Pleiten mit mehr als zehn Toren Unterschied hervorbrachte. Für Hero Dirks ist die HSG trotz zurückliegender Begegnungen in der Oberliga Nordsee eine große Unbekannte. „Die haben eine junge Mannschaft und es kommt einfach darauf an, wer aufläuft“, erläutert der HG-Trainer in Bezug auf die enge Kooperation zwischen erster und zweiter Mannschaft bei der HSG Nordhorn. „Bislang hat die Zweite noch keine Spieler aus der Ersten eingesetzt, ich hoffe, sie fangen nicht bei uns damit an“, sagt er schmunzelnd. Dagegen sprächen aber die lange Anfahrt und die eigene Aufgabe der Zweitligamannschaft am Sonntag. So dürfte es das junge HGTeam heute Nachmittag also mit einem jungen HSG-Team zu tun bekommen. Bei den Gastgebern fällt wegen einer Handverletzung nämlich eine weiterer erfahrener Spieler aus: Markus Dröge. Zusammen mit den Langzeitverletzten Marc Bergers und Sören Krebst macht das drei, die definitiv nicht dabei sind. Unter der Woche habe es ein paar grippebedingte Personalausfälle im Training gegeben, für das Spiel heute seien die Jungs aber fit. Mit einer im Gegensatz zur vergangenen Woche zupackenderen Abwehrleistung soll so der Grundstein zum sechsten Heimsieg gelegt werden.

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