HG erkämpft sich wichtige Punkte
Hausherren knüpfen zu Beginn der zweiten Hälfte an die starke Leistung vor der Pause an. Dann kommt ein Einbruch. VON ANNA GRAALFS
JEVER/SCHORTENS – Unnötig spannend haben es die Landesliga- Handballer der HG Jever/Schortens am Wochenende im Heimspiel gegen den Tabellenletzten gemacht. Am Ende gewannen die Hausherren gegen die HSG Grönegau-Melle mit 31:28 Toren und verbuchen damit zwei weitere wichtige Punkte.
Schon der Start in die Partie begann etwas holprig für die HG. Den ersten Angriff der Gäste konnte HGSchlussmann Lennart Suttner, der die gesamten 60 Minuten im Kasten stand, noch parieren, nach vier Minuten lag die HG 0:2 zurück. Vorne gelang den Gastgebern zunächst wenig, der erste Treffer zum 2:1-Anschluss fiel erst in der fünften Minute durch Sebastian Keib. Nur eine Minute später glich Torben Schoster zum 2:2 aus.
Nach dem 4:4 in der neunten Spielminute zeigte der gut aufgelegte Lennart Suttner seine Klasse. Nachdem er einen Siebenmeter der Gäste pariert hatte und auch den nächsten Treffer verhinderte, nutzten die Gastgeber ihre Ballgewinne und Gegenstöße aber nicht konsequent genug. Stattdessen geriet Jever/ Schortens in Unterzahl mit 4:7 Toren in Rückstand. HGTrainer Axel Wolf zog die Konsequenz und nahm eine Auszeit (14.). Die schien bei seinen Jungs zu fruchten, nur drei Minuten später stand es 7:7. Die HG schien im Spiel angekommen, blieb am Drücker und ging in der 22. Minute erstmals mit 9:8 in Front. Die wurde bis zur Halbzeitpause auf 12:9 ausgebaut.
Mit dieser Phase des Spiels war HG-Trainer Axel Wolf zufrieden und auch zu Beginn der zweiten Hälfte knüpften die Hausherren da an. Jever/Schortens zog auf 14:9 davon und hielt den Abstand bis zur 38. Spielminute (19:13), dann kam ein Einbruch. „Wir sind gut in die zweite Halbzeit gestartet, doch dann brach wieder Hektik aus“, ärgerte sich Wolf. Die HSG holte schnell auf und kam bis auf 19:18 (43.) wieder heran. Der HG gelang trotz vieler guter Möglichkeiten in dieser Phase kein Treffer, oft fehlte die Konsequenz im Abschluss, aber auch Gästekeeper Sven Oberdiek war an diesem Tag gut aufgelegt. Die Gäste ließen nicht locker und glichen in der 47. Minute sogar zum 21:21 aus. Mit der Unterstützung von den Rängen gelang es der HG schlussendlich sich über 25:23, 26:24, 28:26 bis zum 31:28-Endstand leicht abzusetzen.
Wolf sah das erwartete schwere Spiel gegen den Tabellenletzten. „Es wäre mehr drin gewesen.“ Doch die HSG Grönegau-Melle verlangte der HG einiges ab und präsentierte sich nicht wie ein Schlusslicht. „In einigen Szenen fehlt uns einfach noch die Entscheidungskraft“, ärgert sich Wolf. Die offensive Deckung des Gegners sei im Training intensiv geübt worden. „Im Training läuft’s dann auch“, sagte Wolf, doch im Spiel bleibe davon nicht viel übrig. Seine Jungs müssten körperbetonter in der Abwehr arbeiten, fordert der HG-Coach. Zu oft sei der Gegner zu einfach durch die Mitte gekommen. Wieder im Einsatz war auch Jan Bergmann, allerdings nur für zehn Minuten. Noch ist er nicht zu 100 Prozent einsatzbereit, sagte Wolf, der den Kreisläufer noch schonte.