HG feiert Unentschieden wie einen Sieg
JEVER/SCHORTENS. (sv) Werbung für den Frauen-Handballsport ist das Duell zwischen der HG Jever/Schortens und der HSG Neuenburg/Bockhorn in der Sporthalle an der jeverschen Jahnstraße am Samstag gewesen. Sicherlich verliefen auf beiden Seiten nicht alle Aktionen optimal, doch gegen Ende der Partie sorgte die Aufholjagd der Gastgeberinnen dafür, dass die Zuschauer beide Landesklassen-Teams nach dem 26:26-Unentschieden mit reichlich Beifall in die verlängerte Feiertagspause verabschiedeten.
Die Gastgeberinnen setzten zum Spielbeginn wieder Laura Ettelt ein. Sie erzielte bis zum Seitenwechsel sieben Treffer für die HG und hatte großen Anteil daran, dass die Neuenburgerinnen bis zur 20. Spielminute fast ständig einem Rückstand hinterher liefen. Als sich die Gäste in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit Vorteile verschafften, konterte Ettelt nochmals zum 10:11. Bei den Südfriesländerinnen leitete Christine Legler in der Schlussphase mit drei Toren in Folge die Wende ein. Die HSG Neuenburg/Bockhorn ging mit einem 16:12-Vorsprung zufrieden in die Pause. Nach Wiederbeginn vollendete Anneke Oevermann bei der HG die Angriffe erfolgreich: Sie brachte mit ihren drei Toren die Gastgeberinnen wieder heran (18:19, 40.). Als sie jedoch in der 43. Minute mit einem Strafwurf scheiterte, bekamen die Gäste abermals Oberwasser. Sie setzten sich auf 22:18 (45.) ab. HG-Coach David Onnen unterbrach den Lauf der HSG-Spielerinnen durch eine Auszeit. Nachwuchsspielerin Jule Hooke brachte neuen Schwung in den HG-Angriff. Sie war für die gegnerische Abwehr häufig nur durch ein Foul zu stoppen. In der 53. Minute verkürzte sie auf 24:25. Neuenburg legte durch Alke Janssen auf 26:24 vor. Marissa Lambrecht schloss den nachfolgenden HG-Angriff bereits nach 24 Sekunden zum 25:26 ab. Als Merle Bretschneider in der 58. Minute eine Zeitstrafe erhielt und die Gäste dazu noch einen Siebenmeter, drohte die erneute Niederlage. Doch Legler brachte das Leder nicht im Tor von Kristina Otten unter. Marie Bergin blieb es 43 Sekunden vor dem Spielende vorbehalten, den 26:26-Ausgleichstreffer zu erzielen.