HG-Frauen gleichwertig aber punktlos

SCHORTENS. (sv) Den Landesklassen-Handballerinnen der HG Jever/Schortens ist nach dem mit 23:24 Toren knapp verlorenen Duell gegen den amtierenden Meister SG Obenstrohe/Dangastermoor die Erkenntnis geblieben, dass sie durchaus mit den Teams in der Spitzengruppe mithalten können. Für die Gastgeberinnen war diese Niederlage allerdings ärgerlich“, für Gäste-Coach Peter Holm war der knappe Sieg dank der größeren Durchschlagskraft seiner beiden Torgaranten Melanie Coquille (mit zwölf Feldtoren beste Werferin der Gäste) sowie Inga Frenzel (drei Treffer) und natürlich der Spielentwicklung nicht unverdient. Er verwies auf zwei Phasen dieser durchaus ansprechenden Partie.

Nach der schnellen 3:1-Führung der Gastgeberinnen durch Treffer von Laura Siebels, Nina Wasilewski und Merle Bretschneider waren es die beiden SG-Vollstreckerinnen, die wieder aufholten. In der fünften Minute gingen die Gäste erstmals mit 4:3 in Führung. Sie setzten sich auf 7:4 ab und führten nach einer Viertelstunde mit 9:5. Der Vorsprung wäre sicherlich noch deutlicher ausgefallen, doch die Südfriesländerinnen brachten nicht alle Strafwürfe im Tor der HG unter. Als sich die Zeitstrafen auf beiden Seiten häuften, bekam die Partie eine Wendung. Die Gastgeberinnen nutzten ihre Freiräume jetzt konsequenter aus und schafften durch Laura Siebels in der 25. Minute den 11:11-Ausgleich. Nach einer Auszeit fingen sich die Gäste noch vor der Pause und setzten sich dank zweier Coquille-Tore auf 14:12 ab.

Diesen Vorsprung behaupteten sie bis zur 47. Minute. Nach einer Auszeit von HG-Coach David Onnen folgte eine spannende Schlussphase mit wichtigen Treffern von Anneke Oevermann zum 19:19-Ausgleich (54.). Laura Siebels glich die erneute Führung der Gäste in der 55. Minute aus. Eine Minute später war es Ann-Christin Rieks, die zum 21:21 vollstreckte. Als Laura Siebels den nächsten HG-Angriff routiniert zur 22:21-Führung (57.) verwertete, schien ein Punktgewinn der Gastgeberinnen in Reichweite. Wieder waren es Melanie Coquille und Inga Frenzel, die innerhalb einer Minute die Führung wechseln ließen. Abermals glich Laura Siebels zum 23:23 aus. Doch die 24 Sekunden Restspielzeit nutzte Melanie Coquille und unterstrich dabei, warum sie die Torschützenkönigin dieser Spielklasse ist. Zwölf Sekunden vor dem Abpfiff vollstreckte sie zum 24:23-Sieg.

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