HG legt früh den Grundstein zum Sieg
TSG Hatten/Sandkrug gibt sich allerdings zu keiner Phase des Spiels auf. Rote Karte zu Beginn der zweiten Halbzeit.
VON THOMAS BREVES
SCHORTENS – Die LandesligaHandballerinnen der HG Jever/Schortens haben ihrer Teamkollegin Mareike Mu?ller am Sonnabendnachmittag ein scho?nes Geburtstagsgeschenk bereitet. Bevor die Mannschaft zur gemeinsamen Feier ihrer Spielmacherin aufbrach, besiegte es die TSG Hatten/ Sandkrug in der Sporthalle in der Beethovenstraße mit 20:16. Schon nach 15 Spielminuten war klar, wohin die Reise gehen sollte. Zu diesem Zeitpunkt fu?hrte die Mannschaft des Trainerduos Kathrin Busalski und Petra Brunet bereits mit 7:0. Eine starke Deike Bergmann im HG-Tor, die unter anderem einen Strafwurf entscha?rfte und eine solide Abwehr legten den Grundstein fu?r den deutlichen Vorsprung. Im Angriff war es insbesondere Katinka Berger auf der Rechtsaußen-Position, die der TSGAbwehr Kopfzerbrechen bereitete. „Den Anfang haben wir komplett verschlafen“, sagte TSG-Trainer Bjo?rn Schilke nach dem Spiel, „da fehlte uns noch die Einstellung zum Spiel. Die fand sein Team jedoch im Anschluss. Hatten/Sandkrug ka?mpfte sich zuru?ck in die Begegnung und verku?rzte den Abstand auf 5:9-Tore (21.). Busalski, die diesmal alleine die Verantwortung an der Seitenlinie u?bernahm, hatte genug gesehen und nahm die erwartete Auszeit. Sie beorderte Swantje Kolbusch fu?r die etwas glu?cklos agierende Malinka Muschick zuru?ck auf den Platz. Die Maßnahme zeigte Wirkung und die HG erspielte sich einen beruhigenden 12:6-Pausenvorsprung. Die zweite Ha?lfte begann mit einem kleinen Paukenschlag. Schon in der 31. Minute sah sich das Schiedsrichterduo Holm/Vater geno?tigt, TSG-Spielmacherin Annika Seemann mit einer roten Karte des Feldes zu verweisen. Sie hatte bei einem Tempogegenstoß HG-Spielerin Kira Schoster zu Fall gebracht. „Die kann man geben“, erkla?rte Schilke nach dem Spiel. Er sah aber auf der Gegenseite Situationen, die seiner Ansicht a?hnlich geahndet ha?tten werden mu?ssen. Da er ohnehin ohne seine verletzte Haupttorschu?tzin Joana Wolken anreisen musste, war sein Team nun deutlich geschwa?cht. Kathrin Busalski nutzte auf der Gegenseite nun die Gelegenheit, den Handballerinnen Spielpraxis zu geben, die sonst weniger zum Zuge kommen. Das Angriffsspiel der HG geriet so spu?rbar ins Stocken. Hatten/Sandkrug kam noch einmal heran, ohne den HG-Sieg jedoch noch einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen. Sogar die A-Jugendliche Svenja Eylert bekam in den letzten fu?nf Minuten noch die Mo?glichkeit sich auszuzeichnen. Nach einem feinen Anspiel von Geburtstagskind Mareike Mu?ller setzte sie sich am Kreis durch und erzielte den letzten Treffer der Partie zum 20:16-Endstand. Kathrin Busalski zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft, wenngleich die Leistung in der zweiten Ha?lfte nicht mehr mit der des ersten Durchgangs mithalten konnte. „Wir wollten den Gegner schlagen und das haben wir gemacht“, lautete ihre nu?chterne Analyse.
HG Jever/Schortens TSG Hatten/ Sandkrug 20:16 (12:6) HG Jever/Schortens: Bergmann, Mo?hlmann im Tor; C. Mu?ller (4/2), Diefenbach (2), Berger (4), Pannen (2), Schoster, Muschick, M. Mu?ller (3); Eylert (1), Post, Kolbusch (1), Bohlen (3/3), Wasilewski (n.e.).
TSG Hatten/Sandkrug: Pusch, Steinbach im Tor, Seemann (2), Grabau (1), Schmidt (3), Sander (1), Dicke (4), Rindfleisch (5/2), Goetsch, Friese.
Siebenmeter: HG 6/5; TSG 4/2. Strafzeiten: HG 5; TSG 6.
Rote Karte: Seemann (TSG, 31. Minute).
Spielfilm: 7:0 (15.), 9:4 (20.), 12:6 (30.), 15:6 (35.), 17:13 (50.), 20:16 (60.).