HG nutzt Schwäche des Gegners aus

Das Spiel war zwar nicht scho?n, doch mit dem Sieg haben die Jakumeit- Schu?tzlinge die Abstiegs- ra?nge verlassen.
VON KEVIN RITTER
JEVER – Zu Beginn des Spiels gab es fu?r einen kurzen Moment Anlass zur Sorge. Es sah in der Sporthalle an der Jahnstraße aus wie schon zu oft in dieser Spielzeit: Die Oberliga-Handballer der HG Jever/ Schortens verschenkten zu einfach den Ball und lagen nach einem Tempogegenstoß sofort 0:1 hinten. Die Mannschaft von Andreas Jakumeit ließ sich aber von dem verunglu?ckten Auftakt nicht schocken und besiegte den VfL Fredenbeck II letztlich deutlich. Das 36:29 am Sonnabend kam jedoch auch dank tatkra?ftiger Unterstu?tzung der schwachen Ga?ste zustande.
„Entscheidend ist, dass wir dieses Spiel gewinnen mu?ssen“, hatte Physiotherapeut Dietmar de Vries vor der Begegnung gefordert. Denn durch den Sieg gegen einen der Konkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt lo?sten sich die Gastgeber vorerst von einem der beiden festen Abstiegsra?nge. Zumindest von der Einstellung her zeigte die Mannschaft, dass sie sich der Ausgangslage bewusst war. Wenngleich sich auch gegen den VfL einfache Ballverluste ha?uften und das Offensivspiel insgesamt wenig planvoll wirkte, war der Einsatz der Jakumeit-Schu?tzlinge vorbildlich. Das gipfelte zwar in einer Roten Karte fu?r Markus Kuhnt kurz vor der Pause, die eher harmlosen Ga?ste wurden jedoch beinahe u?ber die gesamte Spieldauer auf bequemer Distanz gehalten. Als „Abstiegskampf“ klassifizierte Jakumeit die Begegnung. „Die Einstellung war das A und O“, sagte er nach dem Abpfiff, „Es war von vornherein zu sehen, wie sich jeder eingebracht hat. Und dann gewinnt man solche Spiele gegen einen Mitkonkurrenten.“ Scho?ner Handballsport wurde der vergleichsweise kleinen Kulisse dabei kaum geboten. Die Ga?ste erwiesen sich gegen die zupackende HG-Abwehr als weitgehend harmlos. Zudem scheiterten sie ein ums andere Mal an Torwart Thomas Breves, dem sein Coach eine „Superleistung“ attestierte.

So setzten sich die Hausherren, bei denen Jan Bergmann, Jens Tammen und der A-Jugendliche Henning Cassens eine hervorragende Wurfquote aufwiesen, fru?h auf fu?nf Tore ab. Ru?ckkehrer So?ren Krebst bot dabei als Ersatz fu?r Kuhnt eine solide Leistung. Wenngleich ihm wohl aufgrund der mangelnden Spielpraxis ein paar Fehler unterliefen, strahlte der Routinier Ruhe aus und setzte seine Mitspieler gut in Szene. Diesen Vorsprung hielten sie nahezu u?ber die gesamte Spielzeit. Lediglich unmittelbar nach der Pause sowie Mitte der zweiten Ha?lfte kamen die Ga?ste in kurzer Zeit heran. „Wir brauchen drei Minuten gut zu spielen und sind dran“, urteilte VfL-Trainer Malte Isler. Dann ha?uften sich jedoch wieder die Fehler und die HG setzte sich erneut ab.

Jever/Schortens - Fredenbeck II 36:29 (15:10)
HG Jever/Schortens: Breves (19 Pa- raden/1 Siebenmeter) und Ka?wert (n.e.) im Tor; Bergmann (9 Tore), Cassens (7); Harms (6), Tammen (5), Bolz (4/4 Siebenmeter), Krause (3), Kuhnt (2), Krebst, Jost, Siebels, Graalfs, Meyer (n.e.).
VfL Fredenbeck II: Scholvin (11/1) und Buhrfeind (6) im Tor; Andreas Glanz (6), Klintworth (5/4), Lens (4), Krewenka (4), Ehlert (4), Koch (3), Schlu?nzen (3), Artur Glanz, Sta?dtler. Siebenmeter: HG: 5/4; VfL: 5/4. Zeitstrafen: HG: 3; VfL: 4. Schiedsrichter: Jaques Roux und To- bias Klerings (Bissendorf-Holte). Zuschauer: Ca. 120.

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