HG schrammt knapp am Sieg vorbei
JEVER/SCHORTENS. (sv) Wieder ist es ein tolles Handballspiel gewesen, wieder hat es nicht ganz zum Sieg für die Landesklassen-Handballerinnen der HG Jever/Schortens gereicht. Die HSG Hude/Falkenburg II erzielte in der letzten Spielminute noch zwei Treffer gegen die in Unterzahl spielenden Gastgeberinnen zum 20:20-Endstand. Dennoch präsentierte sich die Mannschaft von Trainer David Onnen abermals als kampfstarkes Team.
Als Jule Hooke 50 Sekunden vor dem Spielende eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt, da war allen im Lager der HG klar: Jetzt wird es noch einmal knapp. Dazu verhängten die Schiedsrichter auch noch einen Strafwurf. Svenja Hoffmann verwandelte zum 19:20. Clever eroberten die Gäste dann wenige Sekunden vor dem Abpfiff den Ball, Wiebke Stein ließ sich die letzte Chance nicht entgehen. Sie erzielte den 20:20-Ausgleichstreffer, der zugleich der Endstand war.
Wie erwartet, hatte die HSG II erneut ihre Nachwuchsspielerin Malin Blankemeyer, die auch zum Kader des HSG-Oberligateams gehört, aufgeboten. Ihre Vollstreckerqualitäten bekamen die HG-Akteure bereits in den ersten Spielminuten zu spüren. Da der kleine Gäste-Kader aber in der Abwehr nicht funktionierte, setzte sich die Onnen-Sieben bis zur zweiten Spielminute auf 4:2 ab. Mitte der ersten Halbzeit glichen die Gäste zum 5:5 aus, gerieten in Unterzahl aber wieder in Rückstand (5:7). Zwei Zeitstrafen gegen die HG Jever/Schortens führten gegen Ende der ersten Halbzeit zum 10:10-Zwischenstand.
In Überzahl setzten sich die Gäste nach Wiederbeginn auf 10:12 ab. Ein Doppelschlag von Anneke Oevermann in Unterzahl brachte den verdienten 14:14-Ausgleich (38.). Marie Bergin leitete erneut die Wende zugunsten der HG ein. Die Gäste ließen sich aber nicht abschütteln. Vielmehr gleichen sie zum 18:18 (53.) aus. Nach dem 19:18 durch Marie Renken griffen die Schiedsrichter mächtig durch: Merle Bretschneider erhielt ein Zeitstrafe, die HSG zudem einen Strafwurf, den Malin Blankemeyer aber nicht im HG-Tor unterbrachte. Auf der anderen Seite gab es auch eine Hinausstellung (55.). Gegen Ende der Zeitstrafe traf Anneke Oevermann zum 20:18 (57.). HG-Coach David Onnen nahm 68 Sekunden vor dem Spielende noch eine Auszeit, um einerseits die Hektik aus dem Spiel zu nehmen, aber auch um seine Spielerinnen auf die letzten Aktionen vorzubereiten. Geholfen haben seine Hinweise nicht. Zeitstrafe, Strafwurf und technischer Fehler waren einfach zu viel, um einen Sieg zu erringen. Die HG bleibt in der Rückserie aber weiterhin unbesiegt und hat sich im vorderen Tabellenbereich festgesetzt.