HG setzt zum Absprung aus dem Keller an

JEVER/SCHORTENS/GO – Gut eine Woche nach dem 22:15 u?ber die HSG Wilhelmshaven treten die Oberliga-Handballer der HG Jever/Schortens heute erneut zu einem in eigener Halle an. Gegner im zweiten Heimspiel binnen sieben Tagen ist der Zehnte HSG Nordhorn II. Allerdings findet die Partie dieses Mal nicht an einem Sonntag in Schortens, sondern wieder zur gewohnten Zeit am Sonnabend um 18 Uhr in der Sporthalle an der Jahnstraße in Jever statt.
Den Gastgebern bietet sich dabei die Gelegenheit, mit einem weiteren Sieg die Abstiegsra?nge vorerst zu verlassen. Derzeit trennt die HG (6:20-Punkte) nur ein Za?hler vom Tabellennachbarn VfL Fredenbeck II auf Rang zwo?lf (7:19). „Gewinnen wir, sind wir wieder ganz dicht dran“, schu?rt Coach Andreas Jakumeit Hoffnungen in seinem Team, das am vergangenen Wochenende Selbstvertrauen getankt hat. Das Wilhelmshaven-Spiel habe gezeigt, dass man u?ber Kraft, Kondition und Willen etwas bewegen kann, ist akumeit u?berzeugt. Gleichzeitig da?mpft er u?bergroße Erwartungen: „In dieser Liga startet man nicht so einfach eine Siegesserie“, zumal die HSG aufgrund des spielfreien Wochenendes in der 2. Liga theoretisch auf den kompletten Bundesliga-Kader zuru?ckgreifen ko?nne. „Wir mu?ssen abwarten, wer da alles kommt“, sagt Jakumeit gespannt auf die Aufstellung der Ga?ste.
So wie Spielmacher Alex Terwolbeck, Abwehrchef Matthias Poll oder Juniorennationalspieler Luca de Boer gibt es in den Reihen der HSG eine Vielzahl von Akteuren, die zwischen den ersten beiden Mannschaften pendeln. Als „ein fließendes System“ beschreiben Sportberichterstatter in Nordhorn das Modell der HSG. Immer wieder werden die Kader der A-Jugend, die
unter Trainer Jochen Fraatz in der Oberliga Platz eins belegen, sowie der beiden Herrenteams durchmengt. Wer am Wochenende wo aufla?uft, entscheidet sich oft erst kurzfristig. Dank gleicher Konzeptionen ko?nnen sich die Spieler jedoch relativ schnell umstellen. Leidtragende sind die Trainer der gegnerischen Mannschaften. Sie mu?ssen sich den Kopf zerbrechen oder konzentrieren sich, so wie Andreas Jakumeit, auf die eigenen Mo?glichkeiten. Im Vergleich zum vergangenen Wochenende muss der HG-Coach lediglich eine A?nderung vornehmen. Manuel Gebbert, der zeitweilig im Ru?ckraum auflief, wird nicht erneut dabei sein ko?nnen. Er kehrt zur Zweiten zuru?ck, da er sich andernfalls in der Oberliga festspielen wu?rde. Fehlen wird zu-
dem Linksaußen Torben Schoster, der wie schon gegen Wilhelmshaven aus beruflichen Gru?nden passen muss. Fu?r die beiden ru?cken aus der A-Jugend Hennings Cassens und Dennis Siebels nach.
Damit verfu?gt Andreas Jakumeit auf allen Positionen zumindest auf dem Papier u?ber mehrere Optionen. Insbesondere im Ru?ckraum machte der Coach davon zuletzt auch regen Gebrauch. Neben Manuel Gebbert und Oliver Krause durften sich in der Partie gegen die HSG auch Tobias Meyer und So?ren Krebst als Spielgestalter versuchen. „Wir haben einiges ausprobiert“, sagt Jakumeit. Wer heute Abend von Beginn an auf dieser Position spielen wird, mochte er jedoch nicht verraten. Einen Vorteil gegenu?ber den Ga?sten aus der Grafschaft Bentheim erhofft er sich im Backe-Verbot, das in der Halle Jahnstraße herrscht. Wa?hrend die HSG in ihren Heimspielen Haftmittel einsetzen darf, sei es seine Mannschaft gewohnt, ohne auszukommen.

Zurück