HG siegt wie selbstverständlich
VON KATHRIN KRAFT JEVER – Es sei keine Selbstverständlichkeit, 14-tägig vor eigenem Publikum eine tolle Leistung abzuliefern und regelmäßig zu gewinnen, hatte Hero Dirks, Trainer der HG Jever/Schortens, vor dem Verbandsliga-Handballspiel seiner Sieben am Sonnabend gegen die HSG Nordhorn II noch gesagt. Seine Mannschaft strafte diese Aussage Lügen – wie selbstverständlich spulte das junge HG-Team sein Programm selbstbewusst herunter und schickte den Gegner mit 33:16 aus der Halle. Obwohl das Ergebnis aber schon deutlich war – der Sieg hätte noch höher ausfallen können oder sogar müssen. Die Gastgeber passten ihr Spiel der zugegeben schlechten Leistung der HSG Nordhorn II an und leisteten sich selbst allerhand technische Fehler. In den ersten Minuten der Partie waren es noch die Gäste, die am Drücker waren und mit 3:1 in Führung gingen. Dann stellten Jan Bergmann und Steffen Graalfs den Ausgleich jedoch her und Sebastian Keib schoss seine Mannschaft mit drei Treffern in Folge zum ersten Mal in Führung, die dann auch bis zum Ende Bestand haben sollte. Überhaupt bestätigte Sebastian Keib am Samstagabend den Leistungssprung, den er im Laufe des vergangenen Jahres gemacht hat, einmal mehr. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Sören Krebst und nun auch Markus Dröge sprang er in die Bresche, spielte 58 von 60 Minuten durch und ließ sich auch nicht von einige Fehlversuchen zu Beginn der Partie entmutigen. Er bedankte sich am Ende mit neun Toren für das Vertrauen von Trainer Hero Dirks. Mit der bereits deutlichen Führung von 15:7 ging es in die Pause und nach Wiederanpfiff fand die HG ihre Linie wieder etwas besser. Kontinuierlich wurde der Vorsprung nach oben geschraubt. In den Schlussminuten versuchten Torben Schoster und Jan Bergmann noch mit einem Kempa-Trick zu zaubern, der misslang aber und hätte auch nicht zum restlichen Spiel gepasst. HG Jever/Schortens-HSG Nordhorn II 33:16 (15:7) HG Jever/Schortens: Hilbinger (1.-44. Minute/10 Paraden) und Janßen (44.-60./5) im Tor; Laurinat, Graalfs (3 Tore), Cassens (6), Schoster, Tammen (3), Keib (9), Dirks, Oschmann, Bergmann (10), Hanken (2), Pudelko. HSG Nordhorn II: Hehenkamp im Tor; Schwenning (1), Opitz, Jürriens (3/2 Siebenmeter), Gierveld (2), Schulz (1), Peinert (1), van der Vegte, Poll (2), von Lengerich, Haverkamp (3/1), Scheele (3). Siebenmeter: HG 0/0; HSG 3/5. Zeitstrafen: HG 4; HSG 2. Schiedsrichter: Bartosch/Prost.