HG-Spieler trauern ihren vielen verpassten Chancen nach
JEVER/GO – „Bitter“, „enttäuscht“ und „niedergeschlagen“ waren häufig genannte Vokabeln, die nach dem Schlusspfiff einer mitreißenden Handball-Partie zwischen den Verbandsligisten HG Jever/Schortens und TvdH Oldenburg auf Seiten der Gastgeber fielen. „Wir hatten unsere Chancen, wir waren nah dran“, ärgerte sich HGTrainer Hero Dirks, und auch Markus Dröge, der sich in den entscheidenden Minuten in der Schlussphase eine umstrittene Zeitstrafe eingehandelt hatte, befand: „Ein Punkt wäre heute verdient gewesen“. Theo Wagner vom Hauptsponsoren der HG, Hase Safety, lobte die starke Abwehrleistung, haderte hingegen etwas mit dem Angriffsspiel. „Da tun wir uns einfach schwer.“ In der Offensive habe es vor allem in der ersten Halbzeit an überraschungsmomenten gemangelt, sagte Wagner. In der zweiten Halbzeit habe das Team dann sehr gut auch über die Außen agiert. Mit Steffen Graalfs und Dennis Siebels fielen alleine über die linke und rechte Seite acht Treffer. Die beiden profitierten dabei von einem überragenden Sören Krebst und Kreisläufer Jan Bergmann, die immer wieder Lücken gerissen hatten. „Aber was nützt dir das, wenn du am Ende nicht gewinnst“, fluchte Jan Bergmann frustriert. Sichtlich zufrieden war am Sonnabend dagegen Ralf Hafemann. Der Coach der Oldenburger Gäste hatte nach mehreren Anläufen erstmals als Trainer in Jever gewonnen und sprach hinterher von einem „souveränen Sieg. Wir wussten um die Schwierigkeiten, ohne Backe zu spielen,
und haben hier heute alles richtig gemacht. Es fühlt sich gut an, in dieser Halle zu gewinnen.“ Eine gänzlich neue Erfahrung machte auch TvdH-Torwart Thomas Breves. „Ich bin zum ersten Mal mit einer fremden Mannschaft hierher gekommen.“ Dass es eine „enge Kiste“ werden würde, überraschte ihn nicht. Die Heimstärke der HG ist dem früheren HG-Schlussmann schließlich noch gut vertraut.