HG wieder vor heimischer Kulisse

HG setzt heute gegen den Tabellenzweiten aus Dinklage auf die Heimstärke. Es gibt Geschenke für die Fans. VON LARS-HENRIK WACKER

JEVER – Bis Heiligabend ist noch ein wenig hin, doch bei der HG Jever/Schortens ist Bescherung: Vor dem Anwurf erhalten die ersten 30 weiblichen Fans eine Rose. Außerdem laufen vor Spielbeginn Einlaufkinder mit den Handballern ein. „Wir wollen uns mit solchen Aktionen bei den Fans bedanken und sie auch bei Laune halten“, erklärt HGTrainer Axel Wolf.

Als versöhnliche Geste für die vergangenen Auswärtsauftritte kann das Verteilen der Rosen aber auch angesehen werden, denn vor einer Woche kassierten die Friesländer eine 25:29-Niederlage beim TV Bissendorf-Holte II, dem Vorletzten der Tabelle. „Es ist einfach schwer zu erklären, was wir auswärts spielen. Bis zur 50. Minute haben wir gut gespielt, mit drei Toren Vorsprung geführt. Dann schlich sich wieder eine Nervosität ein, sodass wir am Ende verloren haben. Vielleicht fehlt auch ein wenig der Glaube, dass wir ein solches Spiel auswärts gewinnen. Doch gerade den erfahrenen Spielern darf so etwas nicht passieren“, erläutert Wolf.

Wie gut, dass es in der heimischen Halle gegen den TV Dinklage geht. Zuhause sind die Jeveraner noch ohne Punktverlust. Doch die Gäste stehen auf Platz zwei in der Landesliga. „Dinklage ist der klare Favorit. Wir haben letztes Jahr zuhause gegen sie verloren. Auch diese Saison peilen sie den Aufstieg an. Das wird für uns eine richtige Aufgabe“, sagt Axel Wolf. Besonders das dynamische Spiel der noch jungen Mannschaft imponiert dem HG-Coach. Hier sieht der Übungsleiter aber auch eine Chance für seine Sieben. „Auch wenn es komisch klingt, habe ich meinen Jungs am Donnerstag gesagt, dass sie das Spiel ein wenig verschleppen sollen. Wir wollen den Gegner, der sehr auf Tempo spielt, dadurch versuchen etwas nervös zu machen und so zu Fehlern zwingen,“ beschreibt Wolf seine Taktik. Und noch ein Faktor könnte der HG in die Karten spielen: das strikte Harzverbot in der Jahnsporthalle. „Das sind viele Mannschaften in der Liga nicht gewohnt. Ich denke, das ist ein Vorteil für uns“, erklärt Wolf.

Neben den Langzeitverletzten Cassens und Pudelko muss der HG-Trainer auf Thore Jacobs verzichten, der aus beruflichen Gründen nicht spielen kann.

Zurück