Hochmut kommt vor dem Fall
JEVER/SCHORTENS/TOB – Unterirdisch, katastrophal – Axel Wolf, Trainer der Landesliga- Handballer der HG Jever/ Schortens, hatte Schwierigkeiten, die Leistung seiner Mannschaft beim Tabellenletzten HSG TSV Grüppenbühren/ Bookholzberger TB in Worte zu fassen. Dabei gab er sich keine Mühe, irgendetwas zu beschönigen. Das Team ging am Sonnabend sangund klanglos mit 27:35 unter. „Man hatte das Gefühl, die Jungs hatten das schon auf der Autobahn gewonnen“, erklärte der Coach frustriert zur Einstellung seiner Mannschaft, die nichts von dem im Spiel umsetzte, was das Trainergespann Wolf/Reiner Schumacher ihr auf den Weg mitgeben hatte. „Es war einfach eine ganz schlechte Mannschaftsleistung, vorne wie hinten“, ärgerte sich Wolf. Einzig seine beiden Torhüter, Torsten Janßen und Lennart Suttner, nahm er aus dieser Generalkritik aus. „Sie haben uns am Leben gehalten, sonst hätten wir wahrscheinlich 50 Tore kassiert.“ Schon von Beginn an klappte wenig. Schnell lag die HG 2:5 hinten. Die Gastgeber erzielten ihre Tore mit einfachsten Mitteln und mussten phasenweise nicht einmal eine Körpertäuschung ansetzen, um durch die HG-Abwehr zu marschieren. Zwar blieben die Friesländer bis zum 10:12 dran, doch dann folgte der Einbruch. Bis zum Seitenwechsel setzte sich die HSG auf 21:13 ab. „In der zweiten Halbzeit kämpfen wir uns wieder auf drei Tore ran“, sagte Wolf, doch beim 25:29 war die Gegenwehr erloschen. Die Gäste ließen den Gegner auf 27:35 davonziehen.