Jahnhölle brennt lichterloh

TvdH Oldenburg II zeigt sich beeindruckt von der Kulisse an der Jahnstraße. Gelungener Einstand der neuen Truppe von Henning Cassens.

JEVER. (SV) So haben sich die Verantwortlichen der HG Jever/Schortens die Heimspielpremiere der Landesliga-Handballer vorgestellt: Oktoberfest-Stimmung in der Sporthalle an der Jahnstraße, einen Heimsieg (27:25) gegen den Mitaufsteiger TvdH Oldenburg II und einen anschließenden Ausklang mit der Mannschaft auf bayrische Weise.

Die Heimpremiere kann trotz des am Ende nur knappen Heimerfolges als gelungen bezeichnet werden, denn es ist der gastgebenden Mannschaft gelungen, die in Jever und umzu vorhandene Handballbegeisterung neu zu entfachen. Die Tribüne in der Sporthalle an der Jahnstraße war nicht nur gut besetzt, sondern mit Zuschauern gefüllt, die dankbar für ein spannendes Landesligaspiel waren. Immer wieder gab es laute Unterstützung für die gastgebenden Cassens-Schützlinge. Der erfolgreichste Feld-Torschütze der HG Jever/Schortens, Jan Bergmann, umschrieb die Stimmung in der Halle so: „Das war der Wahnsinn“. Hiervon ließen sich die Huntestädter, die ohne ihren Haupttorschützen Lars-Ole Woldt, antraten, mehrfach beeindrucken. „Wir haben diesen Gegner auch nicht unterschätzt“, betonte TvdH-Betreuer Jürgen Tag nach dem Spielende.

In der ersten Halbzeit erlebten die Zuschauer ein Spiel der Aufsteiger auf Augenhöhe. Hatten die Gäste in der ersten Viertelstunde stets die Nase knapp vorn (3:2, 4:3, 6:4), trumpften die Hausherren durch Christian Wolf, Nicolas Beck und Jan Bergmann auf und gingen mit 7:6 (16.) in Führung. Es blieb aber bei einem engen Spielstand, obwohl die HG eine doppelte Zeitstrafe (Winterhalder und Bergmann) zu überstehen hatten. Der Ex-Vareler Arne Fehners nutzte die Überzahl mit zwei Treffern zur 10:9-Führung der Gäste (22.). Nach dem 11:11 durch Jan Bergmann (23.) kassierten auch die Gäste eine Zeitstrafe. Bergmann und Beck erhöhten auf 13:11, doch kurz vor dem Pausenpfiff gelang dem TvdH der zwölfte Treffer.

Nach der Pause erlebten die Zuschauer weitere zehn ausgeglichene Spielminuten, die zum 19:19 (40.) führten. Dann kam der Auftritt von Ben-Christoph Laurinat: Er steuerte zwischen der 40. und 53. Minute drei wichtige Treffer zur entscheidenden Führung bei. Die Hausherren setzten sich auf 26:21 ab. Als die Gäste ihren Schlussspurt starteten unterbrach HG-Coach Henning Cassens diesen durch eine Auszeit. Obwohl die Gäste zuletzt in Unterzahl spielen mussten, gelang ihnen noch der 25. Treffer. Weitere ließ die aufmerksame HG-Abwehr nicht mehr zu.

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