Jever/Schortens hält Heimbilanz sauber

Sieben-Tore-Vorsprung war schon nach 15 Minuten hergestellt. Gute Leistung der Torhüter Hilbinger und Janssen.
VON KATHRIN KRAFT
JEVER – Genau fünf Minuten lang hielt der TuS Haren das Spiel bei der HG Jever/Schortens offen, dann jedoch nahm die fünfte Saisonniederlage in der Handball-Verbandsliga für die Gäste ihren Lauf. Am Ende gewannen die Friesländer vor eigenem Publikum deutlich mit 39:27-Toren. Der von Hero Dirks leicht gefürchtete, 2,13 Meter große TuSKreisläufer Martin Giesen blieb auf der Bank.
Dreimal ging der TuS in den ersten fünf Minuten in Front, zwei HG-Fehler bei schnellen Aktionen ermöglichten den Gästen die frühe Führung. Tobias Meyer war es, der Jever/Schortens in der sechsten Minute erstmals und gleichzeitig letztmals in Führung warf – sie blieb nämlich bis zum Spielende bestehen. Der TuS Haren wurde zusehends nervöser und warf zahlreiche Bälle über oder neben das Tor. Kam der Ball doch einmal zentral auf den Kasten der HG, stand dort Thomas Hilbinger, der in der ersten Halbzeit mit 15 Paraden glänzte.
Die Handballer aus Jever und Schortens hingegen nahmen Fahrt auf und hatten schon nach rund 15 Minuten klar gemacht, wer das Feld am Ende als Sieger verlassen sollte: 10:3 stand es zu dem Zeitpunkt. Das etwas kuriose Tor zum 4:10 aus Harener Sicht sorgte da auch eher für Erheiterung in der Halle als für ärger. Das Schiedsrichtergespann hatte dem TuS einen Freiwurf in der eigenen Hälfte zugesprochen. Der angetretene Handballer überblickte das Feld, warf und traf ins Tor. Hilbinger nämlich hatte zu dem Zeitpunkt neben seinem Kasten gestanden und mit dem zweiten Schiedsrichter diskutiert. Alles Reklamieren half aber nichts, der Treffer zählte. Dem stetig wachsenden Vorsprung tat das auch keinen Abbruch. Bis zur Pause hatten die Gastgeber sich eine komfortable Führung vom 19:10 erarbeitet.
Im zweiten Durchgang rückte Torsten Janssen für Thomas Hilbinger zwischen die HG-Pfosten, und auch er machte seine Sache sehr anständig. Die Gäste kamen etwas engagierter aus der Kabine und hielten den Rückstand auf die Friesländer nun einigermaßen konstant. Die Führung der Heimmannschaft
schwankte zwischen zehn und zwölf Treffern. „Man passt sich auch ein bisschen der Leistung des Gegners an“, erklärte HG-Spielertrainer Hero Dirks die abflachende Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Spielhälfte. Angesichts der sicheren Führung bekamen die jüngeren Spieler ihre Einsatzzeiten. „Tobias Meyer und Jens Tammen haben ihre Sache wirklich gut gemacht“, lobte Dirks seine Schützlinge. „Körperlich fehlte uns die Masse, das haben wir durch größere Laufwege aber wettgemacht“, zeigte er sich einverstanden. Hundertprozentig zufrieden war er mit der Leistung seiner Mannschaft zwar nicht, aber „zwei Punkte sind zwei Punkte“, befand der Trainer. „Ich hätte auch den Sieg mit nur einem Tor genommen.“

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