Kämpfen bis zum Schluss
JEVER/SCHORTENS/TOB – Der Druck ist gewichen, die Landesliga- Handballerinnen der HG Jever/Schortens können zu ihren Spielen bis zum Saisonende befreit antreten. Nachdem der Rückzug in die Weser-Ems-Liga beschlossen ist, stellt sich die Situation im Team deutlich entspannter dar. „Wir haben ja in fast keinem Spiel 14 Leute gehabt. So kann man einfach keinen erfolgreichen Handball spielen. Man muss wenigstens eine Chance haben, zu gewinnen“, sagt HG-Betreuerin Birgit Graalfs vor dem Heimspiel heute Nachmittag um 16 Uhr in der Sporthalle an der Jahnstraße. Auch gegen den TV Neerstedt tritt die Mannschaft von Trainer Markus Dröge nicht in Bestbesetzung an. Denn die Landesliga-Handballerinnen werden auf den Einsatz von Kira Schoster verzichten müssen. Sie zog sich im vergangenen Spiel eine Gehirnerschütterung zu und muss sich schonen. Zwar ist Anneke Wolf wieder mit von der Partie, dennoch wird die Aufgabe gegen den TV Neerstedt keine leichte. Der kommende Gegner ist auf den Außenpositionen gut besetzt und strahlt auch Gefahr aus den Rückraum aus. „Die Mannschaft ist sehr variabel aufgestellt“, erklärt Birgit Graalfs. „Spielerisch liegen sie uns aber.“ Das haben schon die Ergebnisse in der Vergangenheit gezeigt. Spannend war es immer. Mal setzte sich das eine, mal das andere Team durch. Allerdings gab es im Hinspiel bei der 18:27-Niederlage in Neerstedt doch eine recht deutliche Niederlage für die HG. „Hätten wir zwei Spielerinnen mehr dabei gehabt, hätte das aber auch anders ausgehen können“, versucht Birgit Graalfs zu relativieren. In dieser Saison sieht sich die HG beinahe durchweg ihrer stärksten Waffe beraubt. War noch in der vergangenen Saison das Tempospiel der Friesländerinnen in der Landesliga gefürchtet, so lahmt es in dieser Spielzeit doch massiv. Hauptgrund ist eine zu hohe Fehlerquote im Spiel nach vorne. „Das müssen wir abstellen“, sagt die HG-Betreuerin. Sollte dann auch noch die Abwehr stabil stehen, ist ihr nicht bange. Denn kämpfen wird das Team bis zum Schluss.