Kampfgeist der HG ist zurück

Sieben-Tore-Rückstand der Gastgeber zieht keine hängenden Köpfe nach sich. Kampf bis zum Schlusspfiff. VON KATHRIN KRAFT JEVER – Die Fangemeinde der HG Jever/Schortens steht ihrer Handball-Verbandsligamannschaft derzeit oft kritisch gegenüber. Schlechte Leistungen lassen die früher so gerühmte „Jahnhölle“ immer leiser werden. Am Sonnabend jedoch hatten die Anhänger endlich wieder einen Grund, stolz auf ihre Jungs zu sein, auch wenn es gegen den VfL Edewecht eine weitere Niederlage setzte. Mit Kampfgeist und einer bissigen Abwehr hatten es die abstiegsbedrohten Jeveraner und Schortenser dem Tabellenführer beim 20:24 (6:10) bis kurz vor Spielende schwer gemacht. Schon mit den ersten beiden Angriffen zeigten die Mannschaften, wer einen guten Tag erwischt hatte: nämlich die Torhüter. Thomas Hilbinger im HG-Tor legte mit einer Parade vor, Krzysztof Gasiorowski auf der gegenüberliegenden Seite zog nach. Gerade in der Anfangsviertelstunde brachte der 2,08 Meter große Hüne die HG-Angreifer ein ums andere Mal zur Verzweiflung, aber anders als zuletzt nahmen die Frackowiak- Schützlinge das nicht zum Anlass, die Köpfe hängen zu lassen. In der Abwehr, wo Hero Dirks und Sebastian Keib als Mittelblock das Sagen hatten, wurde wacker gekämpft und dahinter war Hilbinger auf dem Posten. Zur Pause nur zehn Tore vom Spitzenreiter kassiert zu haben, war okay. Nach Wiederanpfiff sah es zunächst nach dem erwarteten Verlauf aus, denn der VfL marschierte auf 15:7 davon. Eine weitere deutliche Niederlage zeichnete sich ab, aber wer das Spiel in diesem Moment schon verloren gab, hatte nicht mit dem Kampfgeist der Friesländer gerechnet. Trotz zahlreicher Zeitstrafen im zweiten Durchgang arbeitete sich die HG Jever/Schortens bis auf zwei Tore heran, vier Minuten vor Spielende stand es 18:20. Einige Fehler und das Pfosten- und Lattenpech, das sich für die Gastgeber durch die ganze Partie zog, sorgten am Ende aber doch für die 20:24-Niederlage.

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