Katastrophale Halbzeit macht Hoffnung zunichte

MELLE/JEVER/SCHORTENS/MR – Manchmal bedarf es nur weniger Worte, um das zuvor Gesehene zusammenzufassen. Im Fall des Landesligaspiels seiner HG Jever/Schortens bei der Eickener SpVg genügten Coach Axel Wolf genau sechs: „erste Halbzeit pfui, zweite Halbzeit hui.“ Denn was Wolf sowie sein HG-Trainerkollege Reiner Schumacher auswärts beim 21:22 von ihrer Sieben zu sehen bekamen, war phasenweise abenteuerlich. Vor allem Durchgang eins lief aus Sicht der Gäste katastrophal. „Wir hatten unheimlich Probleme mit uns selbst“, erklärte Axel Wolf. Dabei hatte es für Jever/Schortens gut begonnen: Mit zwei Treffern erwischte die HG einen gelungenen Start. Doch nach zahlreichen Fehlern im Spiel sowie einigen fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter – was sich laut Wolf über die gesamte Partie zog – lagen die Gäste plötzlich 2:7 hinten. „Es kam eins zum anderen“, sagte der HG-Coach. Bis zur Pause wuchs der Rückstand auf acht Tore an (8:16). Hier machten sich bereits die vielen Zeitstrafen für HG-Akteure (insgesamt elf ) bemerkbar. Nach einer deutlicheren Kabinenansprache, in der die Trainer Schumacher und Wolf mehr Kampf von ihrer Mannschaft forderten, präsentierten sich die Gäste in besserer Verfassung. Auch dank der Treffer von Henning Cassens sowie Jan Bergmann – beide netzten zusammen 15 Mal ein – kam Jever/Schortens aus scheinbar aussichtsloser Lage wieder in die Partie. Trotzdem gab es weiter Schiedsrichter-Entscheidungen zu Lasten der Gäste, wodurch diese weiter stetig einem Rückstand hinterher liefen. Und so endete die Begegnung mit dem äußerst unglücklichen Resultat aus Sicht der HG: 21:22. „Vielleicht haben wir den Gegner unterschätzt. Gescheitert sind wir aber an uns selbst“, bilanzierte Wolf.

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