Konzentration und Präzision sind gefragt

Marienstädter bezwangen den Tabellenletzten mit einem Arbeitssieg. Schnellen Abschlüsse führten zum Ziel.
VON JULIA HERBST
JEVER – Die Tore aus der ersten Welle heraus zu erzielen, das war das erklärte Ziel der Handballer HG Jever/Schortens. Die Zuschauer in der Sporthalle an der Jahnstraße erlebten einen Gastgeber, der in der ersten Halbzeit Gas gab, zwei Schwächephasen durchlitt und sich gegen die SG Neuenhaus/Uelsen schlussendlich behauptete. Gegen die SG sicherte sich der Verbandsligist mit einen 34:29-Erfolg zwei Punkte. „Ein Arbeitssieg“, mussten sowohl Spieler als auch Fans der HG nach dem Schlusspfiff feststellen. In den ersten zehn Minuten der Partie dominierten zunächst die Gastgeber und setzten sich Tor für Tor ab. Vom anfänglichen 3:1 bauten sie die Führung auf ein 9:5 in der zehnten Minute aus. Tobias Meyer, Sören Krebst, Steffen Graalfs, Jan Bergmann und Dennis Siebels reihten sich in die Liste der Werfer ein. Mit zunehmender Spielzeit hatten die Schützlinge von HG-Trainer Hero Dirks aber Schwierigkeiten, ihr Tempospiel aufzuziehen. Im Gegenteil, die SG nutzte Fehler der Gastgeber aus und verkürzte auf 8:9 (14.). Es war der erste kleine Einbruch für die HG. Die Wende kam einem verwandelten Siebenmeter durch Krebst zum 12:10 für die Marienstädter. Die Gastgeber sammelten sich und durch konzentrierte Angriffe, die präzise abgeschlossen wurden, setzten sie sich auf 18:10 in der 26. Minute ab. Bis zur Halbzeit schaffte es die SG nur noch, auf einen Sechs-Tore-Abstand zum 14:20 zu verkürzen. Den zweiten Einbruch erlebte die HG direkt nach dem Wiederanpfiff. Ganze neun Minuten dauerte es, bis die HGSieben wieder das SG-Tor traf. In der Zwischenzeit nutzten die Gäste die schwache Phase der Marienstädter aus und kamen durch Treffer von Hensen, Wißmann und Dennis Leissink sowie einem Tempogegenstoß von Sascha Schrader auf 18:20 heran. Aber wieder schafften es die HG-Spieler, die nötige Konzentration aufzubieten. Ballverluste und Fehlwürfe wurden weniger. Der erfahrene Sören Krebst übernahm zu diesem Zeitpunkt die Verantwortung. Ein sicher verwandelter Siebenmeter und zwei Feldtore durch den Mittelmann brachten das schlingernde HG-Schiff wieder auf Kurs. In der 29. Minute blinkte das 23:19 aus Sicht der Gäste von der Anzeigetafel. Markus Dröge und Jan Bergmann schraubten das Ergebnis in der Folge auf 29:22 in die Höhe. Die 30er-Marke knackte Krebst in der 50. Minute. Neuenhaus gab sich aber noch nicht verloren und bäumte sich ein letztes Mal auf. Die SG verkürzte noch einmal auf 28:31. Letztlich geriet der HG-Sieg aber nicht mehr in Gefahr. Die Gastgeber gewannen verdient mit 34:29.
Mit dem fünften Tabellenplatz und 11:7-Punkten kann die HG mit einem kleinen Puffer in die letzten drei Spiele vor dem Jahreswechsel gehen.

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