Ohne fünf gegen TV Neerstedt
Friesländerinnen wollen zeigen, dass sie derzeit nicht nur durch Zufall oben in der Tabelle mitmischen.
VON THOMAS BREVES
JEVER/SCHORTENS – Gleich fünf Spielerinnen drohen dem Handball-Landesligateam der HG Jever/Schortens heute Nachmittag um 16 Uhr auszufallen. Doch während bei anderen Mannschaften einer solch prekären Situation leicht mulmige Gefühle ausbrechen, kann sich HG-Trainer Markus Dröge auf seiner Trainerbank in der Sporthalle an der Jahnstraße einigermaßen beruhigt zurücklehnen. Er wird problemlos 14 Handballerinnen gegen den TV Neerstedt aufbieten können. Das Beste daran: Einen Leistungsabfall wird es ebenfalls kaum geben.
Das haben in dieser Saison schon weitaus größere Kaliber in der Landesliga erfahren müssen. Die Folge: Die HG steht mit 10:0-Punkten auf einem exzellenten zweiten Tabellenplatz. „Wir sind in dieser Saison eine andere Mannschaft“, sagt deshalb auch Betreuerin Birgit Graalfs. Bester Ausdruck der Unberechenbarkeit der Friesländerin ist Malinka Muschick. Auf dem Feld zeigt sie im Vergleich zur vergangenen Saison derzeit eine Leistungsexplosion. Auf der Außenposition trifft sie dank perfekter Anspiele nach Belieben und auch aus dem Rückraum strahlt sie ständig Gefahr aus. „Sie zeigt das nötig Rückgrat“, stellt auch Birgit Graalfs fest.
Dank der Verjüngung der Mannschaft ist das Team in der Lage, über 60 Minuten Tempo zu gehen. Die Handballerinnen spielen bisher beinahe aus einem Guss. Dennoch tritt die Betreuerin auf die Euphoriebremse: „Der Tabellenstand hat noch nicht viel zu sagen“. Der TV Neerstedt steht mit seinem jungen,
dynamischen Team zwar auf dem vorletzten Tabellenplatz, „da standen wir aber vergangene Saison zu diesem Zeitpunkt auch“. Zudem traf der TVN in den bisherigen Spielen durchweg auf die dominierenden Teams der Liga. „Es liegt an uns zu zeigen, dass wir auch eine dieser Mannschaften sind“, sagt Birgit Graalfs.