Punktverlust der HG-Frauen ist keine Tragödie

JEVER/KKR – Spiele gegen den TuS Blau-Weiß Lohne müssen wohl eng und spannend zugehen, wenn der Gegner HG Jever/Schortens heißt. Das haben die Landesliga-Handballerinnen am Sonnabend wieder bewiesen. Statt eines wie im Hinspiel knappen Siegs (24:23) gab es für die Friesländerinnen diesmal jedoch ein 27:27-Unentschieden – erst das zweite in dieser Saison.
Zu einer so engen Geschichte hätte das Spiel in der Jahnsporthalle aber eigentlich gar nicht werden müssen. Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start und zogen verdient auf sechs Tore davon. „Da hätten wir den Deckel zumachen müssen“, sagte HGTrainer Markus Dröge später rückblickend, und Kreisläuferin Imke Diefenbach bestätigte unisono: „Da hätten wir es klarmachen müssen.“ Das tat die HG Jever/Schortens aber nicht. Einige Wechsel störten den Spielfluss und so war Lohne zur Pause schon wieder auf 12:14 herangekommen.
Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer schließlich einen offenen Schlagabtausch. Die Führung wechselte stetig zwischen den beiden Mannschaften hin und her, und doch schöpften die Spielerinnen und Fans der HG noch einmal Hoffnung auf den Sieg, als die Heimmannschaft in den letzten zehn Minuten eine Zwei-Tore-Führung konstant hielt. Lohne kämpfte aber aufopferungsvoll, kam auch auf 26:27 heran und belohnte sich vier Sekunden vor dem Schlusspfiff mit dem 27:27-Ausgleichstreffer. Der gewonnene Punkt wurde von den Gästen gefeiert wie
ein Sieg. Die hängenden Köpfe der HG-Spielerinnen drückten zwar Enttäuschung aus, einen Vorwurf brauchten sie sich aber nicht machen.
„Es war mit vielen Pfostenund Lattentreffern ein bisschen Pech dabei, aber letztlich hat die kämpferisch bessere Mannschaft gewonnen“, resümierte Dröge. „Es war ein gutes und faires Spiel, und es ist keine Tragödie, dass wir einen Punkt gelassen haben.“
HG Jever/Schortens - BW Lohne 27:27 (14:12)
HG Jever/Schortens: Möhlmann (13 Paraden/2 Siebenmeter) und Ricklefs (n.e.) im Tor; Berger, Diefenbach (4 Tore), Schoster (4), Müller (2), Diers (1), Kolbusch (1), Post, Brünen, Speckmann (4), Muschick (6/3), Madena (5).
Siebenmeter: HG 3/4; BW 7/8. Zeitstrafen: HG 4; BW 1.

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