Rang zwei als möglicher Lohn

Jahn Brinkum stellt sich in der Jahnhalle vor. Hero Dirks erwartet offenes Duell gegen Oberliga-Absteiger. VON JOCHEN SCHRIEVERS

JEVER/SCHORTENS – Selbstsicher, aber nicht überheblich – so müssen die VerbandsligaHandballer der HG Jever/ Schortens heute um 18 Uhr in der Sporthalle an der Jahnstraße zu Werke gehen. Dann ist ein Sieg gegen den FTSV Jahn Brinkum möglich. Dieser Erfolg würde die Friesländer zumindest bis zum Sonntagnachmittag auf einen Aufstiegsplatz bringen. „Das haben wir auch festgestellt. Aber auf lange Sicht haben wir da oben sicher nichts zu suchen“, kommentiert HG-Coach Hero Dirks den möglichen Sprung auf Rang zwei. Statt vom Aufstieg zu träumen, betrachtet er die letzte Aufgabe vor der Weihnachtspause lieber realistisch.
„Das ist eine offene Ausgangslage. Brinkum ist sehr durchwachsen in die Saison gestartet, hat zuletzt aber kontinuierlich gepunktet“, beschreibt er die Situation des Gegners. Sein Team habe zwar vor eigenem Anhang bisher alle fünf Heimspiele gewonnen, aber deswegen werde die Partie gegen Brinkum sicherlich kein Selbstläufer. „Ich hoffe, dass es wieder so klappt, wie in den letzten fünf Heimspielen. Aber uns kann sicher keiner böse sein, wenn es mal nicht passt“, erläutert er. Doch der Gedanke, als Tabellenzweiter auf die Weihnachtsfeier zu gehen, gefällt ihm schon. Zudem haben zuletzt die jüngeren Spieler gezeigt, dass sie in der Liga angekommen sind. Nachdem sich die personelle Lage etwas entspannt hat, sieht Dirks die große Chance, dass die jüngeren im Team die erfahrenen Kräfte entlasten und dadurch zum Erfolg beitragen.
Besondere Konzentration sei zudem in der Defensive gefordert. Brinkum erzielte in den vergangenen vier Spielen jeweils mindestens 30 Treffer. Das gelte es diesmal zu verhindern. Da die Gäste es gewohnt sind, ohne Harz zu spielen, sei auch dieser Vorteil dahin. „Wir hoffen auf eine volle Halle. Dann muss unser Publikum den Vorteil für uns wieder herausholen“, hofft Dirks auf lautstarke Unterstützung. über mangelnde Motivation macht er sich gar keine Sorgen. Die Aussicht, vor eigenem Anhang auf Rang zwei zu kommen, sei Ansporn genug.

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