Spielstarker Gegner zu Gast

FRIESLAND/SV – Sechs Spiele, sechs Siege und ein deutlich besseres Torverhältnis als die Konkurrenz in der Handball- Landesklasse Nord, die bereits acht Partien absolviert hat. Die HG Jever/Schortens II, die als „Hobbygruppe mit Lust auf Handball“ in diese Spielklasse aufgestiegen ist, wird bereits intensiv von den Mitstreitern um die vorderen Tabellenplätze beäugt. Diese befürchten eine Wettbewerbsverzerrung, wenn sich die Lage der ersten HG-Mannschaft in der Landesliga weiter verschlechtert und die starken Spieler der Zweiten zur Sicherung des Klassenerhalts eine Klasse höher eingesetzt werden. Vor dem Heimspiel gegen Eintracht Wiefelstede heute ab 16 Uhr in der Sporthalle an der Jahnstraße in Jever wischte HG-Coach Christian Schmalz die Bedenken der Konkurrenz zur Seite. „Ich wurde mehrfach angesprochen, ob wir auch die Saison durchziehen werden“, erklärte der HG-Trainer. „Dabei konnte ich die Sorge heraushören, dass wir mal nachlassen oder absichtlich Spiele verschenken“, führte er weiter aus. „Die Verantwortlichen, die mich oder meine Spieler kennen, wissen, dass das niemals passieren wird. Wir gehen immer an die Grenze und sind dabei sportlich sehr fair“, stellte er seine Sichtweise klar heraus. „Wenn es einmal personell eng wird, weil der eine oder andere verhindert ist, dann springen andere Akteure voll ein.“ Schmalz machte mit Verweis auf die Spielordnung klar, dass nur eine HG-Mannschaft in der Landesliga spielen kann. Auch ein Abstieg der Ersten und ein zeitgleicher Aufstieg der „Zweiten“ lässt die Spielordnung nicht zu. Die Wiefelsteder überraschten am letzten Spieltag die HSG Wilhelmshaven I durch eine engagierte Leistung in einem fairen und schnellen Spiel beim 31:29-Heimerfolg. In der spannenden Endphase der Partie setzte Eintracht- Trainer Benjamin Beeger das richtige taktische Mittel ein, um nach dem 29:29-Remis wieder in Führung zu gehen. „Eine spielstarke Mannschaft kommt nach Jever“, warnte Schmalz davor, den Gegner nach dem derzeit eingenommenen fünften Tabellenplatz zu beurteilen. Die Eintracht- Spieler freuen sich auf das Spiel. „Meine Spieler auch, weil sie erneut ihr handballerisches Können gegen einen starken Gegner unter Beweis stellen können“, sagte Schmalz.

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