Team will sich mit Erfolg verabschieden

Trainergespann will die Mannschaft als Landesligist an den Nachfolger übergeben. Ein Punkt fehlt noch. VON JOCHEN SCHRIEVERS
JEVER
/SCHORTENS – Axel Wolf, Dietmar de Vries und auch alle Spieler des Handball-Landesligisten HG Jever/Schortens haben heute Abend nur ein Ziel. Sie wollen sich im letzten Heimspiel der Saison mit einem guten Auftritt von ihren Fans verabschieden und den Klassenerhalt endgültig sicher machen. Dafür soll um 19 Uhr in der Sporthalle an der Jahnstraße ein Sieg gegen die HSG Osnabrück her. „Wir wollen, die Mannschaft will und ich hoffe, die Zuschauer wollen auch“, sagt Co-Trainer Dietmar de Vries über die anstehende Aufgabe. Dabei scheint gerade die Unterstützung von den Rängen ein wichtiger Faktor zu sein. Die Auswärtsschwäche der HG wurde oft thematisiert, eine schlüssige Begründung aber nie gefunden. Vielleicht ist es die Sicherheit, die die eigenen Fans der HG vermitteln, die den Unterschied ausmacht. Nach Schätzung von de Vries müssen die Handballer aus Jever und Schortens vier Konkurrenten hinter sich lassen, um sicher in der Landesliga zu bleiben. Dafür muss noch mindestens ein Punkt her. Dass dies im letzten Spiel, auswärts beim designierten Meister, gelingt, ist eher unwahrscheinlich. Also muss heute gepunktet werden. Damit das klappt, muss sich die HG im Vergleich zum Spiel beim TvdH Oldenburg II deutlich steigern. „Wir müssen alles besser machen als in Oldenburg“, fordert de Vries. Im Training seien die Fehler aufgearbeitet und besprochen worden. Um gegen Osnabrück zu bestehen, sei vor allem der HG-Rückraum gefordert. „Der war in Oldenburg ein Totalausfall“, sagt de Vries. Gelingt die geforderte Steigerung, ist ein Sieg in greifbarer Nähe. „Wir wissen um unsere Heimstärke“, gibt sich de Vries optimistisch. Zudem kann er auf den kompletten Kader zurückgreifen. Unterstützung aus der zweiten Mannschaft wird es hingegen nicht geben. „Aber vielleicht ist das auch ganz gut so“, sagt de Vries, der den Qualitäten seiner Spieler vertraut. Die Osnabrücker stehen als Sechster im Niemandsland der Tabelle. Ähnlich wie das Team aus Jever und Schortens ist die HSG vor allem in eigener Halle stark. Nur sechs der bisherigen 25 Punkte holten die Osnabrücker auswärts. Nach 60 Minuten Spielzeit werden sich Trainer Axel Wolf, Co-Trainer de Vries und die Mannschaft von ihrem Publikum verabschieden. „Wir haben da ein bisschen was vorbereitet“, sagt de Vries. Für ihn und Axel Wolf endet mit Ablauf der Saison das Engagement bei der ersten Mannschaft. De Vries sieht den Trainerwechsel und eventuelle Veränderungen im Kader als Chance für die HG. „Es wird Zeit, dass hier ein bisschen frisches Blut von außen reinkommt, um die Lethargie, die sich im Herrenbereich eingestellt hat, zu brechen“, macht er deutlich. Sowohl er als auch Wolf wünschen ihrem Nachfolger alles Gute und hoffen, dass er es schafft, mit anderen Methoden die Mannschaft weiter nach vorne zu bringen. Vielleicht gelingt es dann ja auch, die Auswärtsschwäche etwas einzudämmen. „Ich bin jetzt sieben Jahre dabei. Eine Auswärtsmacht war die HG dabei noch nie, aber diese Saison ist echt zum Haareraufen“, sagt de Vries.

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