Trügerische Sicherheit
FRIESLAND. (Sv) Der Stellenwert des ersten Rückrundenspiels bei den Sportfreunden Niedersachsen Vechta für den Tabellenführer der Handball-Landesklasse Nord der Männer, HG Jever/Schortens II, lässt sich am Engagement von Trainer Christian Schmalz ableiten. Schmalz betreut morgen zunächst um 14.15 Uhr in Nordhorn die weibliche Jugend C der HG und reist anschließend mit einigen Spielerinnen weiter nach Vechta, um ab 17 Uhr das Männerteam zu betreuen.
Christian Schmalz warnte nach dem Abschlusstraining davor, den hohen 42:20-Hinspielsieg der Friesländer als Maßstab für das Rückspiel zugrundezulegen. „Sicherlich ist bei unseren Spielern die Motivation wieder so groß, wie beim Saisonbeginn“, erläuterte er, „zumal wir am letzten Wochenende ohne Spiel blieben, weil Gegner TV Neerstedt II kurzfristig um eine Verlegung bat“. Außerdem dürfe der hohe Sieg bei den Sportfreunden nicht zu hoch bewertet werden. „Beim ersten Spiel musste Gegner Vechta auf sieben Stammspieler verzichten“, sagte Trainer Schmalz.
Der SFN Vechta absolvierte im neuen Jahr bereits ein Spiel. In eigener Halle gelang gegen die HSG Grüppenbühren-Bookholzberg II ein 27:27-Remis. Schmalz hat auch dieses Spiel analysiert. „Wir müssen, wie im Hinspiel, in der Deckung sehr präsent sein“, forderte er, zumal die Gastgeber diesmal auf einen großen Kader zurückgreifen können. Das SFN-Team bestach in diesem Auftaktspiel durch einen großen Siegeswillen. Da für die Friesländer am Sonntag der erste Auftritt in Vechta ansteht, wird sich die Mannschaft, die voraussichtlich durch einige spielfreie A-Jugendliche ergänzt wird, trotz der überwiegend über Autobahnen führenden etwa zweistündigen Anfahrt sehr früh auf den Weg machen. „Die Mannschaften können sich mehr als 30 Minuten vor dem Anpfiff in der Halle des Schulzentrums West in Vechta warm machen. Das vorgelagerte Spiel der SFN-Reserve wird gegen 16.20 Uhr beendet sein“, lobte Schmalz die Planung der kommenden Gastgeber.
Er selbst wird erst kurz vor dem Anpfiff in Vechta eintreffen. „Das Aufwärmprogramm können meine Spieler auch ohne mich absolvieren“, ist sich der HG-Trainer sicher. „Unser Ziel ist es, eine gute Partie in der Frauen-Handball-Hochburg Vechta abzuliefern und zwei Punkte zu entführen“, schloss er seinen Ausblick.