Trainer zeigt sich verhalten optimistisch
JEVER/TOB – Auswärtsspiele sind in der Vergangenheit nicht immer die Lieblingsbeschäftigung der Landesliga- Handballer der HG Jever/ Schortens gewesen. Häufig zeigte die Mannschaft in fremder Halle ein zweites Gesicht, das nicht im entferntestem dem glich, was in heimatlichen Gefilden zu sehen war. Es ist, als ob Coach Axel Wolf zwei unterschiedliche Mannschaften trainiert. Doch an diesem Wochenende ist er zuversichtlich, das erfolgreiche Team, das dem vormaligen Tabellenersten zuletzt erfolgreich die Stirn geboten hat, dabei zu haben. Die HGHandballer müssen beim direkten Tabellennachbarn TV Cloppenburg II antreten, einer Mannschaft, die ebenso wie die Wolf-Sieben mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist. Aufhorchen ließ dabei allerdings der doch recht knappe Punktverlust gegen den TV Dinklage, der laut des HGTrainers, wohl kaum am Gewinn der Meisterschaft zu hindern sein wird. Die vier Punkte auf der Habenseite der Gastgeber resultieren aus Siegen gegen den Vorletzten und Letzten der aktuellen Tabelle. „Es scheint ein Gegner auf Augenhöhe zu sein“, vermutet Wolf, der trotz des Höhenfluges vor zwei Wochen sicher ist, weiterhin hart um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen. Dennoch, die Tatsache, dass der Gastgeber wohl über einen starken Angriff, hingegen aber eher über eine schwache Defensive verfügt, spielt der HG Jever/Schortens in die Karten. Spiele werden in der Abwehr gewonnen und die ist bei der HG sicherlich nicht die schlechteste. Gerade die beiden Torhüter Torsten Janssen und Lennart Suttner zeigten in der Vergangenheit, dass sie mehr Paraden als eigentlich notwendig liefern können, wenn es drauf ankommt. Hierauf, und auf eine griffige 6:0-Abwehr möchte Wolf den ersten Auswärtssieg der Saison fußen lassen. „Wenn wir eine Deckung wie gegen Schüttorf stellen, dann wird mir nicht Bange.“ Ein weiteres Plus aufseiten der Gäste ist, dass erstmalig in der Saison 14 Spieler zur Verfügung stehen und somit für Auswechselmöglichkeiten gesorgt ist. Auf Jan Bergmann möchte der Trainer allerdings noch verzichten. Nach seinem Einsatz im HVN-Pokal für die Reservemannschaft, meldete sich dessen lädiertes Knie schmerzhaft zurück. „Das Risiko einer erneuten Verletzung ist mir zu groß“, sagt Wolf. „Ich brauche ihn nicht für fünf Minuten, sondern für den Rest der Saison.“