Trotzt des klaren Heimsiegs bleibt ein Wermutstropfen

JEVER/TOB – Jubelnd haben sich die Handballerinnen der HG Jever/Schortens am Sonnabendnachmittag nach der Landesliga-Begegnung gegen den TuS Lemförde in den Armen gelegen. Mit 37:26 wurden die Gäste in der Sporthalle an der Jahnstraße klar besiegt. Dennoch blieb ein kleiner Wermutstropfen. Denn die anvisierte Belohnung gab es nicht.?15 Tore hätte der Unterschied betragen müssen, dann hätte das Team nach langer Zeit endlich einmal wieder Fußball im Training spielen dürfen. Trainerin Kathrin Busalski hatte nach ihrer Verletzung bei einem Freizeitfußballturnier, die das Karriereende bedeutete, ein striktes Fußballverbot ausgesprochen. Beinahe wäre es doch anders gekommen, aber wirklich nur beinahe.?Nach einer Auszeit beim Stand von 9:7 für die HG zündete das Team von Trainerin Busalski den Turbo und zog innerhalb von sechs Minuten auf 14:7 davon. Aufbauend auf gute Torhüterleistungen von Sandra Möhlmann und Deike Bergmann (zweite Halbzeit) stand auch die Abwehr deutlich sicherer als noch in den vergangenen Spielen. Lohn war eine vorentscheidende 18:9-Führung zur Halbzeit.?Noch einmal mehr Gas geben, das Tempo hoch halten und die Fehler im Angriff abstellen – das waren die Vorgaben, die Busalski in der Pause ihrem Team mit auf den Weg gab. Allein mit der Umsetzung angesichts des deutlichen Vorsprungs haperte es dann doch. So kam der TuS nach HG-Fehlern noch einmal auf 18:24 heran, ohne die Gastgeber jedoch ernsthaft gefährden zu können. Die HG nahm die Zügel wieder in die Hand und vor allem Kim Pannen sorgte mit einer Reihe verwandelter Tempogegenstöße für das klare Endergebnis. Während TuS-Trainer Volker Varenkamp nach dem Schlusspfiff die mangelnde Bewegungsbereitschaft seines Teams monierte, zeigte sich Busalski sichtlich zufrieden: „Wir haben heute gezeigt, dass wir Handball spielen können. Wir sind auf einem guten Weg.“??HG Jever/Schortens - TuS Lemförde 37:26 (18:9)?HG Jever/Schortens: Möhlmann, Bergmann im Tor, C. Müller (4 Tore), Diefenbach (5), Berger (2), Pannen (7), Schoster (4), Muschick (3), M. Müller (6/3 Siebenmeter), Post, Kol- busch (3), Bohlen (3/1). Siebenmeter: HG 5/4; TuS 5/5. Zeitstrafen: HG 4; TuS 1. Schiedsrichter: Geisler/Grimm. Spielfilm: 4:3 (10.), 9:7 (18.Auszeit HG), 14:7 (25.), 23:15 (40.), 29:20 (50.).

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