Variationen in der Abwehr sollen überraschen

JEVER/SCHORTENS/JOS – Wenn sich am Sonntag um 14 Uhr die Weser-Ems-Liga-Handballerinnen der HG Jever/ Schortens und der HSG Wilhelmshaven II gegenüberstehen, sind die Rollen klar verteilt. „Wir wissen um unsere Position“, sagt HG-Trainer Markus Dröge vor dem Heimspiel in der Sporthalle an der Beethovenstraße. Während die Wilhelmshavenerinnen auf dem dritten Platz noch Chancen auf den Aufstieg haben, kämpft die HG als Vorletzter gegen den Abstieg. „Auch wenn wir die Punkte dringend brauchen, liegt unser Fokus auf anderen Spielen, die wir unbedingt gewinnen müssen“, erklärt Dröge die Ausgangslage. Doch auch wenn er die Rolle als Außenseiter annimmt, heißt das nicht, dass sich sein Team kampflos geschlagen geben wird. Dröge kann auf einen großen Kader zurückgreifen. Zwar schmerzen die Ausfälle von Swantje Kohlbusch (Zerrung) und Merle Brettschneider (Urlaub), dennoch sieht er seine Mannschaft gut aufgestellt. Vor allem in der Abwehr wollen die Gastgeberinnen mit verschiedenen Abwehr- Variationen überraschen. „Wenn wir Wilhelmshaven da nicht stoppen können, wird es schwer“, räumt Dröge ein. Auch wenn in der Tabelle etliche Plätze zwischen den beiden Teams liegen, rechnet der Trainer nicht mit einem deutlichen Ausgang. Dies liegt zum einen am Hinspielergebnis, das mit 25:21 für die HSG noch im Rahmen lag, zum anderen an der Art und Weise, wie die Wilhelmshavenerinnen spielen. „Spielerisch liegen die uns eigentlich. Am Ende kommt es auf die Effektivität an“, erläutert Dröge. Er weiß, dass ein Punktgewinn für die Mannschaft aus Jever und Schortens eine echte Überraschung wäre, aber warum sollte die nicht gelingen. Sein Team solle ohne Druck an die Begegnung herangehen. „Wir können frei aufspielen“, sagt Dröge und sieht die Außenseiterrolle nicht unbedingt als Nachteil an.

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