Von der Landesliga zum Länderturnier
Von Dennis Maslo
Bei den „Lundaspelen“ in Schweden sorgt das Harz allerdings für ungeahnte Probleme.
LUND/FRIESLAND. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist am Donnerstag mit einem Sieg in den Kampf um die Weltmeisterschaft gestartet, doch während die Männer gerade erst mit ihrem internationalen Vergleich beginnen, haben die B-Juniorinnen der HG Jever/Schortens diesen schon Ende Dezember abgeschlossen. Denn in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr fuhren sie nach Lund (Schweden) und traten zusammen mit 5000 anderen Jugendlichen aus verschiedenen Ländern bei den „Lundaspelen“ an.
Hierzu mussten sie schon am ersten Weihnachtstag die rund 700 Kilometer lange Fahrt auf sich nehmen, doch Trainer Christian Schmalz war begeistert von der Einsatzbereitschaft seiner Schützlinge: „Die waren alle da und das trotz Weihnachten.“ Das weltgrößte Hallenhandballturnier wollten sie sich schließlich nicht entgehen lassen. Bereits ein halbes Jahr im Voraus hatte sich die HG angemeldet, um in ihrer Altersklasse anzutreten. Als es dann endlich losging, mussten sie ihr Können in den Vorrunden unter Beweis stellen. Vier Teams traten in einer Gruppe an und die erfolgreichsten zogen in die A-Gruppe der K.o.-Runde ein, während die anderen beiden Teams der B-Gruppe zugeordnet wurden.
Doch plötzlich stand die HG vor einem Problem. Denn in Lund wurde mit Harz gespielt. Dies verbesserte zwar die Griffigkeit des Balls und es konnte härter geworfen werden, doch darauf waren die Friesländerinnen nicht vorbereitet. Denn in der heimischen Halle ist das Harz verboten. So hatten die Juniorinnen Probleme in der Vorrunde und zogen in die B-Gruppe ein. Als es dann jedoch in die K.o.-Runden ging, liefen sie trotz einiger plötzlicher Personalausfälle zur Hochform auf. Dort trafen sie in ihrer ersten Partie auf HA of Hong Kong und setzten sich mit 20:14 durch. „Die waren zwar klein aber auch ziemlich schnell. Wir haben uns dann einfach hinten reingestellt“, sagte Schmalz zur Taktik, die den Sieg brachte.
In der folgenden Runde war dann aber Schluss. Mit 4:15 verlor die HG gegen Amager (Dänemark), doch bedauert wurde dies kaum. „An den Niederlagen wächst man. Das Verlieren hat uns auch mal ganz gut getan“, sagte die HG-Spielerin Jule Hooke. In der Landesliga, in der sie sonst antritt, ist die Truppe von Christian Schmalz nämlich noch ohne Niederlage. Und durch die gewonnenen Erfahrungen im Spiel gegen die verschiedensten Nationen wollen sie ihre Tabellenführung auch morgen ausbauen, denn da treffen sie auf den SV Höltinghausen.