Vorzeichen bringen Team nicht aus der Ruhe
MARIENHAFE/FRIESLAND/JW – Mit einer knappen 20:23-Niederlage im Gepäck sind die Weser-Ems-Liga-Handballerinnen der HG Jever/Schortens am Sonnabend von TuRa Marienhafe zurückgekehrt. Von der Leistung ihrer Mannschaft zeigten sich die Coaches Axel Behrens und Markus Dröge sehr einverstanden, denn die Vorzeichen hatten schlecht ausgesehen. Die zahlreichen Ausfälle ergänzte Torhüterin Kristina Gerdes mit einer Grippe kurzfristig noch, sie fuhr für den absoluten Notfall aber trotzdem mit. In der Anfangsphase merkte man dem neu zusammengestellten Rückraum die Unsicherheit an. Unstimmigkeiten und Abstimmungsprobleme führten zu Ballverlusten, die Marienhafe durch Tempogegenstöße schnell zu einer 4:0-Führung nutzte. Dann erst fing sich die HG langsam und erzielte nach 16 Minuten den Anschluss (4:6). Nach dem 4:9 nahmen die Trainer eine Auszeit, die Wirkung zeigte: Das Team konzentrierte sich wieder und kam bis zur Pause wieder auf 8:10 heran. Nach Wiederanpfiff gelang in der 35. Minute erstmals der zwischenzeitliche Ausgleich zum 10:10. Der kleine Kader und das intensive Spiel, das trotz vieler Strafen immer fair, blieb, forderten jetzt aber ihren Tribut bei der HG. Die Kräfte schwanden etwas und Marienhafe setzte sich in der 44. Minute wieder mit fünf Toren zum 16:11 ab. In einer weiteren Auszeit appellierte das Trainerduo der HG an seine Mannschaft, sich jetzt nicht abschießen zu lassen, und forderte noch einmal alles. Es klappte: Fünf Minuten vor Schluss war mit dem 19:20 der Anschluss hergestellt. Die HG spielte auf Risiko – und verlor mit 20:23. „Hut ab vor der Leistung meiner Mannschaft. Trotz all der negativen Vorzeichen hat sie sich super verkauft. Alle haben alles gegeben und wir hätten sicher auch einen Punkt verdient gehabt“, sagte Axel Behrens.