Was folgt nach der Ära Christian Schmalz?

FRIESLAND. (SV) Beginnt bald eine neue Zeitrechnung bei den Handballern der HG Jever/Schortens II nach dem Wechsel ihres Trainers, Christian Schmalz, zum Drittligisten SG VTB/Altjührden oder läuft die Idee, die hinter dieser sehr erfolgreichen Mannschaft steckt, zum Ende der Spielzeit aus? Bis zum letzten Spieltag der Saison wird es eine mannschaftsinterne Verteilung der Aufgaben geben. Morgen im Nachholspiel bei der HSG Grüppenbühren-Bookholzberg II (Anpfiff 16.15 Uhr in der Sporthalle des Schulzentrums Süd in Bookholzberg) wird der erste Probelauf erfolgen.

77 Siege in Folge errang Christian Schmalz seit der Saison 2015/16 mit dieser Mannschaft, die in den dreieinhalb Jahren immer wieder einmal ihr Gesicht veränderte, aber die Stützen sind den Weg zusammen mit dem bisherigen HG-Trainer gegangen. Das sind die beiden Torhüter Holger Eilts und Thomas Hilbinger, die Ex-Nationalspieler Jan-Philip Willgerodt und Jan Henrik Behrends, aber auch Kai Behrend, Sören Krebst und Hero Dirks gehören ebenfalls dazu. Die Idee von Christian Schmalz, ehemalige Leistungshandballer weiterhin an ihren Sport zu binden, fand bei den Sportlern immer wieder Gefallen, weil auch die Absprachen eingehalten wurden. „Diese Akteure haben viele Stunden für ihren Handball aufgewendet. In unserer gemeinsamen Phase stand der Handball nicht mehr so sehr im Vordergrund, er war nur die Klammer“, beschrieb er kürzlich das Erfolgsgeheimnis dieses Teams.

Er ließ aber auch schon erkennen, dass er Woche für Woche reichlich Koordinationsarbeit zu leisten hatte, um sicherzustellen, dass stets eine spielstarke Mannschaft auf dem Parkett stand. Ob auf Dauer dieses Engagement bei der HG Jever/Schortens noch vorhanden ist, wird sich bis zum Ablauf dieser Saison zeigen. Insoweit ist der Hinweis von Christian Schmalz, dass er zum Saisonende sowieso aufgehört hätte ebenso von Bedeutung, wie der Hinweis von A-Jugend-Trainer Sebastian Pudelko, dass auch er über das Saisonende nicht mehr für den wichtigen Nachwuchsbereich zur Verfügung steht.

Welchen Ehrgeiz entwickelt die Mannschaft noch in den elf ausstehenden Spielen der Serie 2018/19? Soll der Rekord auf 88 Spiele ausgebaut werden, um damit in der ewigen Bestenlisten des Deutschen Handballbundes einen Spitzenplatz einzunehmen oder ist bereits mit dem Ausscheiden von Christian Schmalz das Ende dieser einzigartigen Siegesserie beschlossen? Die Partie beim Tabellenzweiten HSG Grüppenbühren-Bookholzberg II wird morgen Aufschluss geben. Die Gastgeber haben nicht nur alle Stammspieler zur Verfügung, sondern können auch noch durch Akteure der in der Oberliga spielenden A-Jugend ergänzen.

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