Wichtige Stammkräfte fehlen heute
Nur wenn wirklich alles zusammenläuft, ist eine Überraschung für den Gastgeber drin.
JEVER/SCHORTENS. (sv) Die Landesklassen-Handballerinnen der HG Jever/Schortens erwarten heute um 16 Uhr in der Sporthalle an der Jahnstraße in Jever nicht nur den aktuellen Spitzenreiter HSG Hude/Falkenburg II, sondern ein Team, das seit der Saison 2014/15 den Spielbetrieb in diesem Bereich beherrscht.
Zweimal verzichtete die HSG Hude/Falkenburg II auf einen möglichen Aufstieg: In der Saison 2014/15 wurde in der damals noch bestehenden Weser-Ems-Liga Nord als Vorläufer der heutigen Landesklasse mit 43:9 Punkten die Staffelmeisterschaft errungen. Das Team blieb in der Spielklasse, erreichte in der Spielzeit 2015/16 mit 41:11 Punkten den dritten Rang. In der vergangenen Serie wurde erstmals in der Landesklasse Nord die Meisterschaft errungen. Auf den möglichen Aufstieg verzichtete die Mannschaft erneut. Inzwischen hat der Spielausschuss des Handballverbandes reagiert. In den Durchführungsbestimmungen wurde festgelegt, dass Mannschaften im Erwachsenenbereich, die ihr Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen, in der folgenden Saison mit einem Punktabzug belegt werden. Der Strafrahmen sieht die Aberkennung von bis zu acht Punkten vor oder während der Saison vor. Vor diesem Hintergrund könnte das Spiel vorerst der letzte Auftritt der HSG-Reserve in Jever sein.
Im Rahmen der Spielvorbereitung hat HG-Coach David Onnen seine Aufzeichnungen über das mit 16:26 Toren verlorene Hinspiel hinzugezogen. „Kurz vor dem Seitenwechsel gelang dem amtierenden Meister der vorentscheidende Vorsprung“, erinnert er sich. „Wir hatten uns auf 7:9 heran gekämpft, blieben in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit gegen die kompakte gegnerische Abwehr aber erfolglos. In dieser Phase setzte sich die Oberligareserve auf 15:9 ab“, fügt er hinzu. „Nach Wiederbeginn kassierten wir weitere vier Tore in Folge zum 10:19-Rückstand“, hob er die beiden Knackpunkte nochmals hervor. Da die HG-Spielerinnen am vergangenen Samstag im verlorenen Spiel beim SC Ihrhove ebenfalls zwei Schwächephasen zu verzeichnen hatten, mahnte Onnen eine größere Kontinuität an. Durch den Ausfall wichtiger Stammspielerinnen müssen nun die Akteure die Lücken schließen, die bislang nicht so große Spielanteile erhielten. Die HSG Hude/Falkenburg II hat nach der Feiertagspause erst ein Spiel bestritten: Beim Schlusslicht TuRa Marienhafe gelang erst durch einen energischen Schlussspurt ein 27:21-Sieg. Auch dort sorgte die teilweise rustikale Abwehrarbeit der HSG II für die Wende.